A100

Wirbel um Tempo-60-Vorschlag auf Berlins Stadtautobahn

Ein Ausschuss der Berliner SPD will auf der A100 ein Tempolimit von 60 km/h durchsetzen. So hieß es am Wochenende. Doch die Idee scheint bereits vom Tisch, wie die SPD auf Nachfrage klarstellte.

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Wirbel um ein Tempolimit auf der Stadtautobahn: Die Berliner SPD wolle auf der A100 ein Tempolimit von 60 km/h durchsetzen - zumindest auf bestimmten Abschnitten. So hieß es am Montagvormittag.

Doch die SPD stellte auf Nachfrage am Mittag klar: Der Tempolimit-Antrag werde nicht zur Aufnahme in das Wahlprogramm der SPD vorgeschlagen. Bereits am 11. Februar 2015 hätte der Fachausschuss der SPD sich gegen eine Aufnahme der Forderung in das Thesenpapier entschlossen, sagte SPD-Sprecher Ralf Höschele der Morgenpost.

Zuvor hatte es geheißen, ein SPD-Fachausschuss wolle mit einem Tempolimit den Lärmschutz entlang der Strecke verbessern. Neben der Hoffnung auf verringerten Lärm verspreche sich die Partei ein höheres Maß an Sicherheit und einen verminderten Schadstoffausstoß.

Auf der Avus, der A115, galt zwischen Oktober 2001 und April 2003 bereits ein Tempolimit von 60 Kilometern pro Stunde. Es wurde allerdings vom Berliner Verwaltungsgericht wieder aufgehoben, weil es laut Gericht unterlassen worden war, die maßgeblichen Lärmwerte zu ermitteln.

Forderungen sorgen bei Facebook für Unverständnis

Der vermeintliche SPD-Vorschlag sorgte in den sozialen Netzwerken für Unmut. In Dutzenden Kommentaren auf der Fcaebook-Seite der Morgenpost äußerten die Nutzer ihr Unverständnis.

Thomas Schneider kommentiert: „Wäre eine Schließung der Stadtautobahn, oder zumindest Umwidmung in eine Fahrradschnellbahn, nicht vorzuziehen?“

Michael Grobe schreibt: „Dann stehen halt alle bei 60 km/h im Stau. Schadstoff bleibt gleich.“

Stefanie Prinz sagt: „Oder eine Straße NUR für Politiker. Das wäre doch toll“.

Und Maverick Jad gibt zu bedenken: „Viel schneller kann man tagsüber eh nicht fahren!“

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