Festnahmen

Razzia - Berliner Polizei sprengt Spandauer Dealer-Ring

Bei den Durchsuchungen in Berlin fanden die Ermittler Marihuana, Amphetamin, eine schussbereite Pistole und mehrere Zehntausend Euro Bargeld. Die Tatverdächtigen wurden festgenommen.

Berliner Ermittler haben am Mittwoch eine elfköpfige Dealerbande in Spandau ausgehoben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in einer gemeinsamen Meldung mit. Vorangegangen waren demnach umfangreiche Ermittlungen, die zu den 21 bis 43 Jahre alten Tatverdächtigen führten.

Bei den zehn Wohnungs- und Fahrzeugdurchsuchungen beschlagnahmten die Beamten 890 Gramm Marihuana, 167 Gramm Amphetamin und andere verbotene Substanzen in geringen Mengen sowie mehrere zehntausend Euro. Daneben fanden die Ermittler eine schussbereite Pistole, Messer und verbotene Waffen und. Ein 24-Jähriger und zwei 30 Jahre alte Männer wurden festgenommen und erhielten am Sonntagabend Haftbefehle.

Gegen eine weitere Gruppe von vier Beschuldigten vollstreckten Beamte des Landeskriminalamtes am Sonntagnachmittag in Berlin sechs Durchsuchungsbeschlüsse wegen Urkundenfälschung, Wertzeichenfälschung und Betäubungsmittelhandels.

Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Berlin führte das Landeskriminalamt Berlin seit einiger Zeit umfangreiche Ermittlungen gegen diese Gruppierung. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler circa 12,5 Kilogramm verbotene Rauschmittel wie Haschisch, Ecstasy und Amphetamin, verschreibungspflichtige Medikamente sowie eine große Anzahl von Konten- und Kreditkartenunterlagen.

Außerdem stellten die Kriminalbeamten Computer und hochwertige Geräte zum Verfälschen und zum Herstellen von Kreditkarten sicher. Ferner fanden die Beamten über 100 Ausweisdokumente, darunter Reispässe, Aufenthaltstitel und internationale Führerscheine sowie Kreditkarten.

Den vier Tatverdächtigen im Alter von 31, 36, 46 und 47 Jahren wird vorgeworfen, gemeinschaftlich und gewerblich gefälschte Ausweise, Wertzeichen, Drogen und verschreibungspflichtige Medikamente im großen Stil beschafft und weiter verkauft zu haben. Dazu nutzten die Verdächtigen nach vorliegenden Ermittlungen überwiegend das Internet und organisierten darüber ihren Vertrieb. Der 47-jährige mutmaßliche Haupttäter wurde festgenommen und gegen ihn erging ein Haftbefehl.

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