Terrorgefahr

Berliner Polizei - „Wir tun alles für die Sicherheit der Stadt“

Nach den Anschlägen in Paris kam der Vorwurf auf, die Terrorgefahr in der Hauptstadt werde unterschätzt. Dem widerspricht die Berliner Polizei. Alle Hinweise würden sorgfältig geprüft.

Die Berliner Polizei hat Vorwürfe zurückgewiesen, sich angesichts einer möglichen Terrorgefahr nicht ausreichend um die Sicherheit in der Hauptstadt zu kümmern. „Wir prüfen die Gefährdungslage fortwährend, und wir tun alles für die Sicherheit der Stadt und auch unserer Mitarbeiter“, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Montag.

Nach den Terroranschlägen von Paris hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, die Terrorgefahr in Deutschland werde unterschätzt.

GdP-Landesvorsitzende Kerstin Philipp forderte am Montag, Hauptstadt-Polizisten an „relevanten Orten“ mit Maschinenpistolen auszurüsten.

Berlin sei besonders gefährdet. Deshalb sollte der Schutz gefährdeter Objekte von der Polizei hochgefahren werden. Zudem müsse Berlin vom Bund finanziell besser unterstützt werden.

Polizeisprecher Redlich sagte: „Wir prüfen alle Hinweise sorgfältig und passen unsere Maßnahmen – wenn nötig – an. Das betrifft auch die Ausrüstung der Polizeibeamten.“

Behörden haben Hinweise auf Anschläge am Berliner Hauptbahnhof

In der vergangenen Woche hieß es aus Sicherheitskreisen, deutsche Behörden hätten Hinweise auf islamistische Anschläge auf die Hauptbahnhöfe in Berlin und Dresden erhalten. Aus einer Quelle hieß es zudem, auch die wöchentlichen Pegida-Demonstrationen gälten als gefährdet. Am Wochenende war die Demonstration der Pegida-Bewegung, die eigentlich am heutigen Montag in Dresden stattfinden sollte, aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

In der vergangenen Woche war den Berliner Ermittlungsbehörden ein Schlag gegen die Berliner Islamisten-Szene gelungen. Bei einer Razzia mit 250 Polizeibeamten wurden elf Objekte einer Islamistengruppe durchsucht und zwei Männer festgenommen worden.