Protest gegen Islamismus

Berliner Muslime fürchten um ihre Sicherheit

Pegida, Hogesa & Co.: Der wachsende Zulauf anti-islamischer Bewegungen schürt bei den muslimischen Gemeinden Berlins die Angst vor Anschlägen durch Rechtsradikale.

Vertreter muslimischer Gemeinden haben sich besorgt über einen wachsenden Zulauf anti-islamischer Bewegungen in Deutschland gezeigt.

Der Gemeindevorsitzende der Sehitlik-Moschee in Neukölln, Ender Cetin, sagte am Sonnabend im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), er fürchte, dass sich die anti-islamische Mobilisierung nicht auf Dresden beschränke. Vielmehr könnte sie auch auf andere Städte überschwappen.

Die Moscheen fürchteten um ihre Sicherheit. Schon seit 2012 werde eine Zunahme der Anschläge auf Moscheen beobachtet, sagte Cetin. Es gebe aktuell "über 2.500 Moscheen, die sich gefährdet fühlen durch die Angriffe von Rechtsradikalen".

Moscheen müssten stärker dabei unterstützt werden, mit Aufklärungsarbeit Vorurteile über den Islam abzubauen, mahnte der Gemeindevorsitzende.

Wichtig sei dabei vor allem die Arbeit an den Schulen. Auch unter Lehrern gebe es Islamophobie. Die Schulen hätten sich "dahingehend nicht weit geöffnet in den letzten Jahren". Bei Lehrern wie bei Schülern herrsche zu oft "Halbwissen" vor, beklagte Cetin.

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