Trotz GEMA-Abgabe

Berliner Fête de la Musique bis 2017 gerettet

Draußen und kostenlos: Die Fête de la Musique wird inzwischen in 540 Städten zum Sommeranfang gefeiert. Wegen höherer GEMA-Abgaben drohte das Ende in Berlin. Dank Lotto spielt die Musik weiter.

Foto: THOMAS PETER / REUTERS

Die Fête de la Musique bleibt Berlin bis mindestens 2017 erhalten. Mit Hilfe der Lotto-Stiftung und Einsparungen in der Organisation werde es gelingen, die erhöhten GEMA-Abgaben zu stemmen und damit das Festival für die kommenden drei Jahre zu retten, teilten die Organisatoren am Dienstag mit.

Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie, die etwa drei Viertel des Festival-Etats von 100.000 Euro trägt, habe den neuen Finanzplan akzeptiert und damit die künftige Finanzierung gesichert, hieß es. Der Rest wird vom Land Berlin beigesteuert.

Die Fête de la Musique, die 1982 in Frankreich ins Leben gerufen wurde, wird inzwischen in 540 Städten weltweit am 21. Juni gefeiert. In Berlin treten bei dem kostenlosen Fest jedes Jahr Hunderte Musiker und Bands in den Bezirken auf. Die GEMA berechnet seit 2014 die Urheberrechtsbeiträge für die Fête de la Musique neu.

Dabei wird eine höhere Besucherzahl zugrunde gelegt, das Stadtfest als Konzert neu eingestuft. Das ergibt höhere Abgaben. Das Festival hat in Berlin nach eigenen Angaben im Durchschnitt jedes Jahr rund 90.000 Besucher.