Olympiastadion

Ermittlungen wegen Untreue bei Olympiastadion GmbH

Die Staatsanwaltschaft hat bei der Olympiastadion GmbH ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei geht es auch um Unregelmäßigkeiten und Abrechnungen.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue bei der Olympiastadion GmbH eingeleitet. Dies bestätigte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Dienstag – ohne allerdings anzugeben, welche Person die Untersuchungen betreffen. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch Medienberichte, die von Amts wegen zu prüfen seien, so Steltner weiter. Dabei gehe es auch um Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen. Einzelheiten könne er wegen der laufenden Untersuchungen nicht nennen.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost richten sich die Ermittlungen gegen den Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, Joachim Thomas. Demnach steht der 60-Jährige in Verdacht, Fahrten mit seinem Dienstwagen und Hotelquittungen nicht richtig abgerechnet zu haben. Schon die Größe des Dienstwagens, ein 200 PS starker VW Touareg im Wert von fast 90.000 Euro, den ein Sponsor zur Verfügung gestellt haben soll, habe Unruhe im Aufsichtsrat ausgelöst, in dem Sportsenator Frank Henkel (CDU) den Vorsitz hat.

Stadiongesellschaft will „lückenlose Aufklärung“

Außerdem soll Thomas darüber hinaus auch einem Angestellten von Hertha BSC eine Geburtstagsfeier in einer Stadion-Lounge ermöglicht haben, ohne die fällige Raummiete in Höhe von 1000 Euro in Rechnung zu stellen. Der Stadionchef wird sich am Mittwoch bei einer Aufsichtsratssitzung wohl einigen Fragen stellen müssen. Am Dienstag wollte sich die Stadiongesellschaft nicht äußern. Die Gesellschaft werde sich um eine „lückenlose Aufklärung bemühen“, hieß es.

Der Sprecher der Innen- und Sportverwaltung, Stefan Sukale, sagte der Berliner Morgenpost: „Mein Sachstand ist, dass sich der Aufsichtsrat am Mittwoch mit der Angelegenheit befassen wird.“