Brandsatz

Polizei vermutet Neonazis hinter Anschlag auf Reichstag

Ein Brandsatz flog gegen das Reichstagsgebäude in Berlin. Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits Ende August vor der CDU-Bundesparteizentrale. Vermutet wird ein rechtsextremistischer Hintergrund.

Foto: Paul Zinken / dpa

Nach dem Brandanschlag auf das Reichstagsgebäude in Berlin prüft die Polizei einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Anschlag auf die CDU-Bundeszentrale am 25. August 2014. Dies sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Auch in der Klingelhöferstraße in Tiergarten war damals eine mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Flasche vor dem Gebäude zwar kurzzeitig in Brand geraten, aber dann von selbst ausgegangen.

Nach Medienberichten sieht Polizeipräsident Klaus Kandt einen rechtsextremistischen Hintergrund für den Anschlag auf den Bundestagssitz. Darauf deute ein am Tatort entdecktes Flugblatt. Deshalb habe ein dafür zuständiges Dezernat beim Berliner Verfassungsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Der Molotowcocktail entflammte am Montag kurz nach 2 Uhr auf der Treppe am Nordeingang. Er erlosch dann aber trotz einer hohen Stichflamme von selbst. Deshalb griff das Feuer nicht auf das Gebäude über. Es entstand ein geringer Sachschaden, verletzt wurde niemand. Trotz des Wachschutzes konnte der Täter entkommen.