Apartments

Bezirk Mitte geht auf die Jagd nach illegalen Ferienwohnungen

Ferienwohnungen müssen seit Ende Juli beim Bezirk genehmigt und gemeldet werden - dennoch werden Hunderte Apartments zweckentfremdet. Jetzt setzt Mitte Mitrabeiter auf die geheimen Wohnungen an.

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Im bei Touristen beliebten und zentralen Berliner Bezirk Mitte sollen künftig zwei Mitarbeiter bislang nicht gemeldete Ferienwohnungen aufspüren. Außerdem wolle man verstärkt das Internet dafür nutzen, sagte der Stadtrat für Bürgerdienste, Stephan von Dassel (Grüne) am Freitag.

Der Grund: Im Bezirk wurden nur 1600 Ferienwohnungen innerhalb der Meldefrist angezeigt. Die Politiker gehen man aber von etwa 4000 aus.

Die neuen Außendienst-Mitarbeiter sollten beispielsweise Hinweisen von Nachbarn nachgehen. Ihr Job sei es aber auch, neue Anträge auf Ferienwohnungen zu prüfen.

Derzeit seien bereits fünf Mitarbeiter im Bezirksamt nur mit dem Thema Zweckentfremdung beschäftigt.

Wohnungen dürfen nur mit Genehmigung umgewandelt werden

Seit 1. Mai gilt in Berlin ein Zweckentfremdungsverbot, wonach Wohnungen nur mit Genehmigung des Bezirksamtes in Ferienwohnungen umgewandelt werden dürfen.

Bereits bestehende Ferienwohnungen mussten bis zum 31. Juli beim Bezirk angezeigt werden. Die meisten der bislang gemeldeten Ferienwohnungen seien in der Wilhelmstraße (112), sagte von Dassel. Auch die Hannah-Arendt-Straße (51) und die Behrenstraße (30) sind demzufolge beliebt für Feriengäste.