Einkaufscenter

„Mall of Berlin“ ist jetzt für jedermann offen

Berlin hat ein neues Einkaufscenter: Seit 10 Uhr ist die „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz für jedermann offen. Bereits am Vorabend konnten geladene Gäste rein. Nun bildete sich eine lange Schlange.

Foto: Marius Elfering

Gut dreieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich hat die „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz eröffnet. 10.000 geladene Gäste durften bereits am Mittwochabend die neuen Läden besuchen. Seit dem Vormittag ist das Einkaufszentrum für jedermann offen. Vor der Eröffnung bildete sich eine riesige Schlange. Um 10 Uhr wurde das Center dann eröffnet und die Massen strömten hinein. Sie verteilten sich aber schnell in der riesigen Mall. Allerdings hatten noch nicht alle der 270 Geschäfte geöffnet. Hier und da gibt es auch noch kleine Baustellen.

In unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz gelegen könnte das neue Einkaufszentrum für die dortigen Arkaden zur Konkurrenz werden. Mit 76.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist es immerhin eines der drei größten in der Hauptstadt.

Projektentwickler Harald Huth wies entsprechende Befürchtungen bei der Eröffnungsfeier zurück: „Wenn wir das richtig gemacht haben, dann wird der Potsdamer Platz jetzt erst zu dem Platz, der er in den 30ern war, und die Friedrichstraße wird happy sein, dass sie so eine Verstärkung bekommt.“

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) räumte ein, dass eine zusätzliche Verkaufsfläche nicht von jedem positiv gesehen werde. Der Einzelhandel habe aber eine Zukunft in Berlin, da die Stadt und die Tourismuszahlen wachsen würden.

Auf dem Areal des neuen Einkaufszentrums stand bis zum Zweiten Weltkrieg das ehemalige Kaufhaus Wertheim. Lange Zeit lag die Fläche brach. Die „Mall of Berlin“ stelle den Charakter des Leipziger Platzes wieder her, so Wowereit. Eine Zeitzeugin, die im Kaufhaus Wertheim als Verkäuferin gearbeitet hatte, zeigte sich überwältigt von dem neuen Gebäude.

>> Harald Huth - Was der „Mall of Berlin“-Macher noch vorhat <<