DDR-Denkmal

Berlins Lenin-Kopf wird nun doch für Ausstellung ausgegraben

Foto: Andreas Altwein / dpa

Von 1970 bis 1991 stand das Lenin-Denkmal am heutigen Platz der Vereinten Nationen in Berlin, dann wurde es im Wald vergraben. Nun soll es wieder ausgebuddelt und gezeigt werden.

Der Kopf des nach dem Mauerfall vergrabenen riesigen Berliner Lenin-Denkmals soll nun doch ausgegraben werden – und in einer Dauerausstellung zu sehen sein. „Wir wollen den Weg dafür freimachen“, sagte Daniela Augenstein, Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, am Sonnabend und bestätigte einen Bericht der „Berliner Zeitung“. Der Granitkopf soll Kernstück der geplanten Dauerausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ in der Spandauer Zitadelle werden. Vor einigen Wochen hatte es geheißen, dass Lenins Kopf unter der Erde bleiben soll – unter anderem, weil nicht bekannt sei, an welcher Stelle genau er liege.

Vergraben in 129 Einzelteilen in der Nähe des Müggelsees

Das 19 Meter hohe Denkmal, das von 1970 bis 1991 auf dem heutigen Platz der Vereinten Nationen (damals Leninplatz) in Berlin stand, war in der Nähe des Müggelsees im Wald vergraben worden – in 129 Einzelteilen.

Die Ausstellung in Spandau soll den Umgang der Berliner mit ihren politischen Denkmälern dokumentieren. Ab Frühjahr 2015 werden Büsten und Statuen gezeigt, die seit dem 18. Jahrhundert entstanden.

( dpa/seg )