Friedensgebet

Hunderte Muslime beten in Kreuzberg gegen Extremismus

Bundesweit haben die islamischen Verbände Friedensgebete, Mahnwachen und Kundgebungen abgehalten. In Berlin kamen sie zur Mevlana-Moschee, auf ein vor einem Monat ein Brandanschlag verübt worden war.

Foto: Stephanie Pilick / dpa

Mit einem öffentlichen Friedensgebet haben hunderte Muslime in Berlin-Kreuzberg gegen Rassismus und Extremismus demonstriert. Die Muslime, überwiegend Männer, saßen beim Gottesdienst am Freitagmittag auf Matten auf der abgesperrten Skalitzer Straße vor der Mevlana-Moschee. Ein Imam predigte über Lautsprecher auf türkisch. Zu einer anschließenden Kundgebung wurden auch prominente Politiker erwartet.

Auf die Mevlana-Moschee wurde vor einem Monat ein Brandanschlag verübt. Ein Täter wurde noch nicht gefasst.

Grünen erklären ihre Unterstützung

In ganz Deutschland hielten die islamischen Verbände Friedensgebete, Mahnwachen und Kundgebungen ab. Sie wollten damit gegen islamistischen Terror im Namen ihrer Religion protestieren und sich für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland einsetzen.

Initiatoren der Aktion sind der Zentralrat der Muslime, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), der Islamrat und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ).

Die Berliner Grünen erklärten ihre Unterstützung. „Mit ihrer bundesweiten Aktion setzen sie ein wichtiges Zeichen: Der islamische Glauben taugt nicht zur Rechtfertigung von Terror und Menschenrechtsverletzungen“, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Bettina Jarasch. Man teile die Sorgen sowohl wegen der Gräueltaten der islamistischen Terrorgruppe IS als auch wegen der zunehmenden Zahl an Übergriffen auf Moscheen in Deutschland.