Verkehrssicherheit

Fußgänger leben in Berlin besonders gefährlich

Berlin schneidet im Bundesvergleich bei der Sicherheit für Fußgänger schlecht ab. Vor allem in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf ereignen sich besonders viele Unfälle an den großen Einkaufsstraßen.

Foto: © JÖRG KRAUTHÖFER

Berlin hat bei einer Analyse der Sicherheit von Fußgängern im Straßenverkehr im Bundesvergleich eher schlecht abgeschnitten. Die Hauptstadt liegt in einem Vergleich mit anderen Großstädten in der unteren Hälfte. Das ist das Ergebnis eines „Städtechecks 2014“ des ökologisch orientierten Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der am Dienstag vorgestellt wurde.

In Berlin gibt es in Relation zur Einwohnerzahl mehr Unfälle mit Fußgängern als im Durchschnitt. Zudem steigt die Zahl der Unfälle der Tendenz nach im Fünfjahresvergleich.

Die Hauptstadt kommt auf 4,39 verunglückte Fußgänger pro 1000 Einwohner. Die besten Städte liegen bei nur 2,4 und 2,7 Verunglückten. In der Tendenz der vergangenen fünf Jahre hat Berlin eine errechnete Steigerung von 5,6 Prozent und befindet sich damit am oberen Ende der Skala.

Nach einer Analyse der Polizei ereignen sich viele der Unfälle an den Haupteinkaufsstraßen, besonders in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf. Auffallend ist zudem, dass Fußgänger in Berlin zu 47 Prozent Haupt- und Mitverursacher der Unfälle sind.

Untersucht wurde die Zahl der verunglückten Fußgänger in 80 Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern in den vergangenen fünf Jahren. In Berlin waren es im vergangenen Jahr 2136 Fußgänger, die im Straßenverkehr Unfälle erlitten.