ALS-Ambulanz

„Ice Bucket Challenge“ bringt Charité ein Spenden-Hoch

Forscher und Patienten der ALS-Ambulanz der Berliner Charité profitieren von der Eiskübeldusche. Seit der Benefizaktion im Kampf gegen die Nervenkrankheit hat sich das Spendenaufkommen vervielfacht.

Foto: Michael Hickey / Getty Images

Ab unter die Eiswasserdusche oder für die Erforschung der Nervenkrankheit ALS spenden: Durch den Internet-Trend „Ice Bucket Challenge“ hat sich das Spendenaufkommen bei der ALS-Ambulanz der Berliner Charité vervielfacht. Bis Montag seien mehr als 450 Spenden eingegangen, sagte deren Leiter Thomas Meyer.

Die Spenden zwischen 5 und 1500 Euro werden für Medikamentenforschung, aber auch für die Versorgung von ALS-Patienten verwendet. Diese wird den Angaben zufolge nur teilweise von den Krankenkassen unterstützt.

Der Herausforderung zur Eiskübeldusche haben sich in den vergangenen Wochen tausende Menschen gestellt. Hintergrund ist eine Benefizaktion im Kampf gegen die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). ALS führt zu einer Schädigung von Nervenzellen und ist in den meisten Fällen tödlich. Bei der amerikanischen ALS Association sind durch die Aktion bislang mehr als 70 Millionen Dollar zusammengekommen.

Der Herausforderung zur Eiskübeldusche stellten sich in den vergangenen Wochen Tausende Menschen, darunter viele Prominente wie Helene Fischer, Florian Silbereisen, Matthias Schweighöfer, Harald Glööckler, Otto Waalkes oder Günther Jauch. In den USA waren etwa Mark Zuckerberg, Bill Gates, Justin Timberlake und George W. Bush dabei.

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) war für die Aktion nominiert worden. Doch im Roten Rathaus hieß es: Ein solches Anliegen sei dort nie angekommen. Wowereit sei „kein Teil der Aktion“. Er ließ jedoch ausrichten, es sei gut, wenn sich Menschen engagierten, um eine Krankheit zu bekämpfen.