Nahverkehr

Ab 25. August kann die U8 wieder bis Hermannstraße fahren

Mehr als ein Jahr war der U-Bahnabschnitt zwischen Boddinstraße und Hermannstraße gesperrt. Ab dem 25. August können die Züge der Linie U8 diesen wieder befahren – vorerst aber eingeschränkt.

Foto: Amin Akhtar

Seit mehr als einem Jahr fährt die U-Bahn nicht mehr zwischen Boddinstraße und Hermannstraße. Das südöstliche Ende der Linie U8, die die Bezirke Reinickendorf und Neukölln mit der Berliner Innenstadt verbindet, ist seit dem 12. August 2013 eine Großbaustelle. Nun ist ein Ende der Arbeiten am U-Bahnhof Leinestraße sowie an den Tunneln in Sicht.

Ab dem 25. August und damit rechtzeitig nach Ende der Sommerferien können die Züge wieder fahren. Allerdings sind die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen. Voraussichtlich noch bis Oktober wird daher nur jeder zweite Zug auch bis Hermannstraße durchfahren, heißt es in der aktuellen Kundeninformation der BVG. Einzelheiten der Betriebsführung will die BVG am Dienstag vorstellen.

Ursprünglich sollten die Sanierungsarbeiten an dem Streckenabschnitt der U8 nach neun Monaten abgeschlossen sein. Doch die Mängel vor allem am U-Bahnhof Leinestraße erwiesen sich als erheblich größer als anfangs angenommen. Bei Inspektionen waren zuvor gravierende Schäden an der Decke der 1929 eröffneten Station festgestellt worden. Insbesondere die Bewehrung der Stahlbetonkonstruktion der Decke im Bahnsteigbereich wies derart schwere Korrosionsschäden auf, dass diese nach Auffassung der BVG-Experten schnellstmöglich beseitigt werden müssen. Die Sanierung wird die BVG mindestens zwei Millionen Euro kosten.

Die nächste Langzeit-Baustelle der Verkehrsbetriebe steht derweil unmittelbar vor ihrer Eröffnung. Das landeseigene Unternehmen will die Tunnel für die U2 (Pankow–Ruhleben) im Bereich Spittelmarkt erneuern. Die Tunnelabdichtung ist mehr als 100 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig. Die zunächst mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten Arbeiten sollen am kommenden Montag (18. August) beginnen und voraussichtlich bis Ende 2016 dauern. Gebaut wird dabei in zwei Abschnitten: Zunächst an der Spree-seitigen Tunnelhälfte (bis September 2015), anschließend dann an der Südseite (bis Dezember 2016). Während der gesamten Bauzeit wird es eine einspurige Baustraße geben, die von der Ecke Wallstraße/Neu Grünstraße bis zur Seydelstraße führt.