Berlin-Neukölln

Mordanschlag vor Kneipe - Täter schweigt vor Gericht

Nach einem Streit um Geld wurde vor knapp zwei Jahren ein Mann in Neukölln vor einem Lokal niedergeschossen. Erst Monate später wurde der mutmaßliche Täter festgenommen. Jetzt steht er vor Gericht.

Foto: Steffen Pletl

Fast zwei Jahre nach dem Mordanschlag auf einen 43-Jährigen muss sich der mutmaßliche Schütze vor Gericht verantworten.

Das Opfer war im Oktober 2012 vor einem Lokal in Berlin-Neukölln niedergeschossen und schwer verletzt worden. Der Angeklagte soll das Feuer auf den Mann gezielt eröffnet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus. Der 42 Jahre alte Angeklagte schwieg beim Prozessbeginn am Donnerstag zu dem Vorwurf.

Die beiden Männer kannten sich Angaben zufolge. Im Vorfeld der Tat soll es zu einem Streit um Geld gekommen sein. Der Angeklagte soll den Ermittlungen zufolge den Bekannten heimtückisch angegriffen haben, als dieser aus einer Bar an der Reuterstraße kam.

Als der Mann flüchtete und in einem nahe gelegenen Restaurant Schutz suchen wollte, sei er von einer Kugel im Beckenbereich getroffen worden.

Der mutmaßliche Täter konnte zunächst fliehen. Anfang Januar dieses Jahres wurde der gelernte Elektrotechniker in Hessen festgenommen. Der Prozess wird am 11. August fortgesetzt.