Adlershof

Maskierte stehlen Geldautomaten aus Berliner Bank-Vorrraum

Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten aus einer Bank gestohlen. Dieses Mal traf es eine Hypo-Vereinsbank in Berlin-Adlershof. Es ist bereits der fünfte Diebstahl eines Automaten in diesem Jahr.

Foto: dpa

Die Serie der Angriffe auf Geldautomaten in Berlin dauert an. In der Nacht zu Dienstag schlugen mehrere Täter in einem Geldinstitut in Berlin-Adlershof zu.

Den Unbekannten gelang es, aus dem Automatenvorraum der Hypo-Vereinsbank an der Dörpfeldstraße den Bankautomaten aus der Verankerung zu lösen und zu stehlen.

Zeugen hatten gegen 23 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie beobachteten, dass mehrere zum Teil maskierte Männer sich im Vorraum an einem Bankautomaten zu schaffen machten.

Die Täter schleppten den Geldautomaten zu einem bereitsgestellten schwarzen Kastenwagen und fuhren mit der Beute über die Bundesstraße 96A davon.

Fünf Geldautomaten in Berlin in diesem Jahr entwendet

Zwar konnten Zeugen den alarmierten Polizeibeamten noch eine genaue Beschreibung des Fluchtfahrzeugs geben, zu einem Fahndungserfolg führte dies allerdings nicht. Wie viel Geld die Täter erbeuteten, ist noch unbekannt. Untersucht wird von der Kriminalpolizei auch, wie sie den Geldautomaten aus seiner Verankerung lösen konnten.

Nach Angaben eines Polizeisprechers sind in diesem Jahr bereits fünf Geldautomaten in Berlin entwendet worden, vier weitere Versuche sind hingegen gescheitert.

Zwei ähnlich gelagerte Fälle gab es beispielsweise im März in Reinickendorf und Friedrichshain. In der Nacht zum 8. März hatten unbekannte Täter ein Geldausgabegerät aus der Rathauspassage der der Frankfurter Allee gestohlen.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter über die Silvio-Meier-Straße in die Passage gelangten und den Automaten aus der Bodenverankerung stemmten, um ihn danach mit einem Rollwagen aus der Passage heraus zu transportieren. Der Diebstahl wurde erst am folgenden Morgen von Angestellten bemerkt.

Nur eine Woche später blieben Unbekannte bei einem weiteren Versuch im Stadtteil Borsigwalde erfolglos. Die Täter hatten nachts auf einem Firmengelände in der Miraustraße einen Bankautomaten mit einem Auto gerammt. Der umgefahrene Automat und ein beschädigter VW, der eine Woche zuvor in Kreuzberg gestohlen worden war, wurden morgens gegen 4.15 Uhr von einem Zeugen entdeckt.

Täter sprengen Geldautomaten häufig

Noch häufiger versuchen Kriminelle in Berlin jedoch, Bankautomaten zu sprengen oder aufzubrechen um an die Geldkassetten zu gelangen. Zumeist versuchen die Täter, durch das Einleiten eines Gas-Luft-Gemischs in die Automaten eine Detonation hervorzurufen.

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Allein seit Jahresbeginn sind so vier Bankautomaten gesprengt worden, hinzu kommen nach Angaben der „Ermittlungsgruppe Giro“ beim Landeskriminalamt 16 gescheiterte Versuche. Erst in der Nacht zum 30. Juni hatte es in einer Bank an der Kottbusser Straße in Kreuzberg eine Detonation gegeben, der Geldautomat hatte jedoch stand gehalten.

Die Täter waren vom Kellergeschoss eines Nachbarhauses in die Bank eingedrungen und konnten dort aus einem aufgebrochenen Metallschrank Bargeld entwenden.