Fußball-WM 2014

Eine Million feiern die Weltmeister in Berlin

Das DFB-Team feierte den vierten WM-Titel in Berlin. Insgesamt eine Million Menschen jubelten den WM-Helden zu - auf den Straßen und auf der Fanmeile. Das Protokoll des Tages.

Es berichten: Paul Hertzberg, Raimon Klein, Ulrich Kraetzer, Constanze Neuhaus und Gerlinde Schulte

8000 Kilometer haben sie von ihren Fans getrennt. Die Begeisterung in ihrer Heimat bekommen sie in Brasilien nur über den Fernseher mit.

Am Dienstag aber können die frisch gekürten Weltmeister die schwarz-rot-goldene Euphorie nun auch in echt erleben. Denn sie sind zu dem Ort geflogen, an den sie nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) hingehören: "in die deutsche Hauptstadt".

Dort feiern sie mit insgesamt einer Million glückseliger Fans eine einmalige Titel-Party – am Flughafen, auf den verstopften Straßen und auf der überfüllten Fanmeile.

7 Uhr: Die Fanmeile öffnet – und die ersten warten schon, um die besten Plätze zu ergattern. Einige haben sogar in Zelten übernachtet. Noch ist es allerdings ruhig rund um das Brandenburger Tor. In der Nacht beginnt die Abreise der deutschen Mannschaft in Rio de Janeiro mit einer Panne. Ein Gepäckwagen rammt den Jumbo Jet, mit dem Neuer und Co. nach Berlin fliegen sollen und beschädigt den Lack. Die Maschine startet schließlich um 18.27 Uhr Ortszeit mit einer zweistündigen Verspätung. Dafür ist der Lack wieder dran. Die Flugnummer, unter der die deutsche Elf unterwegs ist, lautet LH 2014. Pilot Uwe Strohdeicher kündigt an, mit "größtmöglicher Geschwindigkeit zu fliegen", um die Verspätung wieder aufzuholen. Lukas Podolski sendet per Twitter ein Foto aus dem Cockpit und die Botschaft: "Willkommen an Bord. Ab geht's nach Berlin. Bis morgen Fans! Grüße aus dem Siegerflieger".

8 Uhr: Die Fanmeile füllt sich. Aus den Lautsprechern dröhnen immer wieder die Hits dieser und vergangener Weltmeisterschaften: "Football's coming home" – an diesem Tag stimmt das auch aus Sicht der deutschen Fans. Wer kein Deutschland-Trikot hat, hat sich zumindest ein weißes T-Shirt übergezogen. "Wer ist heute hier, obwohl er eigentlich hätte arbeiten müssen?", will der Moderator wissen. Der Lautstärke der ihm antwortenden Zuschauer zufolge sind es ziemlich viele. "Fahr einfach los, hat mein Chef zu mir gesagt", erzählt zum Beispiel Marco Klaiber. Er ist mit seinem Sohn Marlon von Rhade in Niedersachsen aus um 2 Uhr nachts losgefahren und fährt am Dienstagnachmittag wieder zurück. Die großen Berliner Unternehmen gewähren dagegen keinen "Sonder-Fanmeilen-Urlaub". Angesichts des nationalen Siegestaumels drücken viele Arbeitgeber aber ein Auge zu, sodass viele Angestellten die Rückkehr der deutschen Weltmeister zumindest im Fernsehen verfolgen können. Die 7777 Mitarbeiter der Telekom dürfen ausnahmsweise auch dienstliche Geräte nutzen. Fernsehgucken gelte jedoch nicht als Arbeitszeit, stellt Sprecher Husan Azrak klar. Ähnlich ist es bei Bayer Pharma. "Im Foyer haben wir für Kunden und Mitarbeiter einen großen Bildschirm aufgestellt. Wer Zeit hat, kann die Feier dort verfolgen", sagt Unternehmenssprecherin Ulrike Schröder. Auch für die 12.000 Berliner Mitarbeiter von Siemens gilt: "Es gibt Gleitzeit, und in Absprache mit dem Teamleiter und dem unmittelbaren Vorgesetzten ist vieles möglich", wie Sprecher Michael Friedrich sagt. Großzügig zeigt sich die Deutsche Bahn. "Klar, dass so ein Ereignis die Mitarbeiter bewegt", so Sprecher Burkhard Alert. In den Büros dürfen die Mitarbeiter Fernsehen schauen und Radio hören.

9.10 Uhr: Manuel Neuer meldet sich aus dem Cockpit. "Fliegen gerade über Paris! Dauert nicht mehr lang!!!", twittert er aus der Maschine. Die Piloten dürfen für das Foto sogar kurz den Pokal anfassen. Auf der Fanmeile herrscht bereits Partystimmung. "Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben", singt Andreas Bourani. Die Kamera zoomt immer wieder auf einzelne Fans, die sich dann auf der 60 Quadratmeter großen Leinwand selbst bejubeln. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn die Kamera dann aufzieht und die etwa 400.000 Besucher, die auf der Straße des 17. Juni stehen, in der Totale zeigt. Gegen 9.40 Uhr kommt die Kölner Band Höhner das erste Mal auf die Bühne: "Steht auf, macht laut, macht richtig Lärm!", singen sie. Und: "Die ganze Welt, die soll uns heute hören!" Diese Ziel können die Fans zwar nicht ganz einlösen – aber laut sind sie tatsächlich. "Das Schöne ist, dass es trotzdem total friedlich ist und alle einfach gut drauf sind", sagt Jill, die mit ihrer Freundin und ihrer Mutter in der Nacht aus Minden angereist ist. Jill ist 19 Jahre alt, ihrer Freundin Kjara 20. Aus den Boxen tönt der Hit: "Wir sind die goldene Generation." Sänger Matze Knop hat diese Zeilen zwar eigentlich auf die weltmeisterliche deutsche Mannschaft gemünzt. Jill und Kjara feiern aber, als wäre der Song für sie geschrieben worden.

10 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft trifft auf der Fanmeile ein! Noch ist sie allerdings einige hundert Meter über den 450.000 Fans – denn der Pilot hat vom Senat eine Ausnahmegenehmigung für eine Ehrenrunde über der Fanmeile erhalten. Diese gilt auch für die Schutzzone über dem Kanzleramt und dem Reichstag. Weil es so laut ist, hört man den Jumbo-Jet zwar nicht. Das lässt die tonnenschwere Maschine, die nicht zu fliegen, sondern in tausend Meter Höhe zu schweben scheint, aber nur noch erhabener erscheinen. Die Fans sind jetzt so laut, als würden sie hoffen, dass Müller, Götze und all die anderen ihre Rufe hören können. Man kann sogar den Schriftzug auf dem Jumbo erkennen. "Fanhansa", steht darauf. Und: "Siegerflieger".

10.09 Uhr: Es ist soweit: Nach ihrem elfstündigen Flug setzt die Fanhansa, Typ 747-8, mit quietschenden Reifen auf der Rollbahn in Tegel auf. Viele Fans sind schon Stunden vorher da. Sie drücken sich an die Fenster Richtung Rollfeld. Glücklich sind diejenigen, die ein Platz auf der Besucherterrasse ergattert haben. Die beste Sicht hat der Dachdecker des Flughafens. Von seinem Standort auf einer der festinstallierten, roten Gangways überblickt er das Rollfeld mit Empfangskomitee und dem ausgerollten roten Teppich. "Der muss natürlich ausgerechnet jetzt gucken, ob alles in Ordnung ist", sagt ein Security-Mitarbeiter lachend.

Die Flughafen-Feuerwehr begrüßt die Helden von Rio mit einem Wasserspalier. Die Maschine ist mit einer Deutschland-Fahne, die Gangway mit vier Sternen geschmückt. Als erster betritt Philipp Lahm das Rollfeld. In seinen Händen ist nun auch der Pokal auf deutschem Boden angekommen. Ihm folgen Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller. Mit bloßen Augen sind die weiß gekleideten Männer kaum voneinander zu unterscheiden, doch einige Fans haben sich vorsichtshalber Operngläser mitgebracht und versorgen die Umstehenden mit Informationen. "Da ist Miro, da ist Miro", ruft einer der mittlerweile etwa 1000 Fans am Flughafen. Von der Besucherterrasse singen sie: "So sehen Sieger aus." Manche haben Ferngläser aber gar nicht nötig. Mit Kennerblick konstatiert eine blonde, junge Frau im Deutschlandtrikot: "Das da hinten ist Boateng, den erkenne ich am Gang." Im Stop-and-Go-Modus bewegt sich die Mannschaft langsam zum bereitstehenden schwarzen Bus, auf dessen Seite die vier Jahreszahlen der WM-Siege Deutschlands prangen. 1954, 1974, 1990, 2014!

"La Mannschaft", wie die deutsche Elf voller Respekt in Spanien oder Frankreich genannt wird, macht sich auf zur Fanmeile. Vor dem Hauptbahnhof feiern Fans jeden ankommenden Bus. Vorsichtshalber. Alle paar Sekunden wähnt jemand in der Ferne den DFB-Bus, und die Menge singt. Bis der richtige kommt, dauert es aber noch. Die Route des Busses führt über Saatwinkler Damm, Beusselstraße und Turmstraße, vorbei am Hauptbahnhof.

10.22 Uhr: Auf der Fanmeile ist der Regierende Bürgermeister eingetroffen. Klaus Wowereit hat es im Moment nicht immer leicht. Nun genießt er es, in den Menge zu stehen, auch wenn er eigentlich nicht der Anlass für diese Zusammenkunft ist. Er lächelt und lässt sich mit Kindern und Teenagern mit schwarz-rot-goldenem Irokesenschnitt fotografieren. Der Schlüssel zum Erfolg sei die "mannschaftliche Geschlossenheit" gewesen, lässt Wowereit die umstehenden Journalisten wissen – womit er selbstredend nicht seine Senatsmannschaft meint, sondern das Team der Nationalelf. Angesichts der bevorstehenden Ankunft der Fußballer sei er in "großer und freudiger Erregung", sagt Wowereit.

11.02 Uhr: Am Kapelle-Ufer steigt die Mannschaft von einem geschlossenen in einen offenen Bus um – auf dem Dach tanzen die Spieler wild. Die Zuschauer folgen ihrem Beispiel. Die besten Plätze am Straßenrand sind schon morgens um 9 Uhr vergeben. Optimale Aussicht haben die Arbeiter auf einem Rohbau an der Strecke. Die Arbeit ist hier längst zum Erliegen gekommen. Sie hängen in ihren roten und gelben Warnwesten über der Brüstung des Baugerüsts und feiern ihre Mannschaft – und sich selbst, weil sie so gute Plätze haben. Bastian Schweinsteiger hat sich in eine Deutschland-Fahne gewickelt, die er von nun an kaum noch ablegen wird.

Vorneweg fahren drei Wagen der Berliner Polizei. Schon für die Beamten gibt es La Ola. "So sehen Sieger aus", skandiert die Menge, als der Bus in Sichtweite fährt. An der Strecke kommt die gesamte Verkehrsinfrastruktur der Hauptstadt kurz zum Erliegen: Die Spree ist verstopft, weil die Kapitäne ihre Touristenschiffe anhalten und ein Hupkonzert anstimmen. Selbst die Führer der Regionalzüge auf der Stadtbahn pfeifen auf den Fahrplan und stoppen die Züge – und sorgen dafür, dass die Fahrgäste der deutschen Mannschaft zujubeln können. Als der Truck im Schneckentempo weiter zieht, folgen ihm die Fans wie magnetisiert und strömen den Spielern in Richtung Fanmeile hinterher.

11.17 Uhr: Die Fanmeile ist dicht. Wer jetzt noch kommt, so meldet die Polizei, findet keinen Platz mehr. Obwohl die meisten Fans schon seit Stunden warten, herrscht beste Laune. "Es ist einfach eine geile Stimmung hier, eine super Party", sagen Toni, Denise, Daniel und Dorian, die aus Spreewitz in Sachsen angereist sind. Am meisten freuen sie sich auf Schweini, Poldi, Neuer und Müller. Ein bekannter Limonadenhersteller verteilt kostenlose Pappklatschen, auf denen "WM – Das sind wir alle" steht. Dieses Gefühl bekommt man wahrlich beim Gang durch die Massen. In einem der Gastrozelte beschäftigt sich eine sechsköpfige Gruppe aus Münster mit Biertrinken. "Weltmeisterlich, abgefahren und einfach nur geil", beschreibt Hendrik Rötger schon ziemlich bierselig die Gefühlslage seiner Freunde. Sascha Lauterbach hat sich die volle Montur angezogen: Deutschland-Trikot, Trikot-Hose, Stutzen und Fußballschuhe. Der Düsseldorfer will seine Helden, die er bislang nur am Fernsehbildschirm erleben konnte, endlich live sehen. "Ich will einfach merken, dass der WM-Sieg wirklich real ist", sagt Lauterbach.

Um kurz vor 12 Uhr verabschiedet sich der leere "Siegerflieger" mit einer weiteren Ehrenrunde über Berlin. Mit Fußball hat das zwar nichts zu tun. Aber der Zauber dieser WM ist in angesichts des einmaligen Bildes eines Jumbo-Jets über dem Brandenburger Tor greifbar.

12.29 Uhr: Endlich kommt der Bus an der Ostseite des Brandenburger Tors, also am "Hintereingang" der Fanmeile, an. In Erwartung des Auftritts der Weltmeisterelf kommt auf der anderen Seite Hektik auf. Handykameras werden in die Höhe gereckt, Mädchen und Kinder werden reihenweise auf die Schultern ihrer Freunde oder Väter genommen, damit sie eine gute Sicht auf die Bühne haben. Als dann – zum insgesamt dritten Mal – Andreas Bourani auftritt, wird nicht mehr so laut mitgesungen wie noch am Morgen bei seinen vorherigen Auftritten. Die Fans fordern jetzt laut: "Wir wollen die Mannschaft sehen." Die Mannschaft aber lässt sich erst einmal von Klaus Wowereit begrüßen. Der Regierende Bürgermeister bittet jeden Spieler, sich ins Gästebuch der Stadt einzutragen. Weitere Autogramme lässt er sich auf einem Extra-Zettel geben – der im Sportmuseum auf dem Olympiagelände ausgestellt werden soll.

13.02 Uhr: Jetzt aber! Jogi Löw, Hansi Flick Andi Köpke und Oliver Bierhoff betreten die Bühne. Schwarzes T-Shirt, darauf eine große, schwarz-rot-goldene "1". "Ohne Euch wären wir nicht hier", bedankt sich Jogi Löw bei den Fans. Auf die Frage nach seiner Zukunft weicht Löw aus. Doch das ist an diesem historischen Tag nebensächlich. Stattdessen applaudiert er lieber noch einmal den Fans: "Wir sind alle Weltmeister!", ruft er ihnen zu.

Die Spieler kommen dann nach ihren Wohngemeinschaften aus dem Campo Bahia geordnet auf die Bühne. Sami Khedira, Mesut Özil, Lukas Podolski, Per Mertesacker und Jerome Boateng machen den Anfang. Man merkt ihnen an, dass sie schon ziemlich lange gefeiert haben. Der in Wilmersdorf aufgewachsene Jerome Boateng lässt alle hören: "Hallo Berlin. Ich bin stolz, ein Berliner zu sein." Und Julian Draxler wird, in Anspielung auf die "Döner-Affäre", später rufen: "Großkreutz, rück den Döner raus!" Philipp Lahm gibt sich nüchterner: "Der Weg schon hierhin war unglaublich." Er könnte damit auch die WM insgesamt gemeint haben. Tatsächlich aber meint er wohl die Busfahrt vom Flughafen.

Eine besondere Performance hat sich die WG um Miroslav Klose, Toni Kroos und dem Finalschützen Mario Götze ausgedacht: "So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so", singen sie in gebückter Haltung, um dann aufrecht hüpfend zu skandieren: "So gehen die Deutschen, die Deutschen gehen so!" Auch die WG um Mats Hummels, Thomas Müller und Philipp Lahm begeistert mit einer eigenen Choreografie. Sie betreten die Bühne mit todernsten Gesichtern und schauen zu Boden. Philipp Lahm ist zunächst nicht zu sehen. Dann, ganz plötzlich, lassen sich die Spieler fallen – bis auf ihren Kapitän, der in der Mitte seiner Mannschaftskameraden hervorspringt und den Pokal in die Höhe reckt.

Bei den Hunderttausenden der, so der Moderator, "größten Fanmeile Europas" und "geilsten Fanmeile der Welt", zündet zwar nicht jede Choreografie, die Özil, Schürrle und Co. auf die Bühne bringen. "Fußballgötter" sind sie für die Fans aber ohnehin. Und nur darum geht es. Für die Show ist dann noch einmal Schlagersängerin Helene Fischer zuständig. "Atemlos durch die Nacht. Spür, was Fußball mit uns macht", singt sie in leichter Abwandlung ihres Superhits. Ob alle Spieler zu ihren größten Fans gehören, wird nicht ganz klar. Immerhin: Mats Hummels twittert wenig später ein "Selfie", also ein mit dem Smartphone selbst geschossenes Foto, auf dem er die im Vergleich zu dem langen Abwehrrecken doch zierlich wirkende Sängerin umarmt. Thomas Müller macht mit den Fans das beliebte wie bekannte Spiel "Humba Humba Täterää". Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt.

13.31 Uhr: "So, jetzt könnt Ihr wieder das Wetter machen", sagt Thomas Müller zum Moderator der ARD. Das offizielle Programm neigt sich nun dem Ende zu. Die Lieblinge der Nation bedanken sich auf dem 30 Meter langen "Helden-Steg" am Brandenburger Tor noch mit einem ausgerollten Plakat: "Obrigado Fans. Der 4. Stern ist unser!" Lukas Podolski spricht vom "geilsten Moment meiner Karriere". Bastian Schweinsteiger hält stolz die originalgetreue Kopie des WM-Pokals in den Händen und brüllt: "Jetzt haben wir endlich das Scheiß-Ding. Danke, Jungs!" Um 13.50 Uhr verabschiedet sich das Team in den wohlverdienten Urlaub.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist mächtig stolz: "Ich wüsste nicht, was dieses Wir-Gefühl in unserem Land stärker auslösen könnte als diese Fußball-WM", sagt er. Tatsächlich gleicht der Empfang einem Staatsereignis. Die Fernsehsender übertragen die Ankunft in all ihren Facetten stundenlang live. Die Handynetze rund um das Brandenburger Tor brechen zusammen, es herrscht ein Ausnahmezustand. Nach Auswertung der Luftaufnahmen geht die Polizei von einer Million feierfreudiger Menschen aus.

Am Nachmittag trennt sich "La Mannschaft" nun nach sieben Wochen. Vom Flughafen Tegel aus fliegen sie in ihre Heimatstädte – oder in den Urlaub, um endlich auszuspannen. Weltmeister Bastian Schweinsteiger küsst bei seiner Rückkehr nach München den Boden der bayerischen Landeshauptstadt. Neben Mario Götze bleibt ein anderer Spieler in Berlin: Jerome Boateng, der Junge aus Wilmersdorf, der es zu Weltruhm gebracht hat. Der Mann, dem die Berliner es zu verdanken haben, dass auch sie einen aus ihren Reihen zu den Weltmeistern 2014 zählen dürfen.

Foto: Jens Mende / dpa

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