Schrecksekunde

Regierungsmaschine mit Steinmeier muss durchstarten

Bei der Landung des Flugzeugs von Außenminister Frank-Walter Steinmeier kam es zu einer Schrecksekunde. Wegen einer Windböe musste die Crew den Flieger wieder hochreißen.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Schrecksekunden für Außenminister Frank-Walter Steinmeier (58) und seine Begleitung: Die Regierungsmaschine, mit der Steinmeier am späten Sonnabendnachmittag von einem Arbeitsbesuch in der Türkei zurückkehrte, musste unmittelbar vor der Landung in Tegel noch einmal durchstarten.

Wegen einer plötzlichen Windböe rissen Kommandant Michael Lux und Co-Pilot Peer Streit kurz vor dem Aufsetzen das Steuer nach oben. „Die Landung erschien uns nicht mehr sicher“, hieß es aus dem Cockpit dazu. „Wir versuchen es in fünf bis sieben Minuten noch mal.“

Augenzeugen des Vorfalls berichteten, die Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr habe sich nur noch wenige Meter über der Landebahn befunden, als die Piloten durchstarteten.

Nach einer weiteren Runde über Berlin gelang es der Crew dann im zweiten Versuch ohne Probleme, den Airbus A 319 sicher zu Boden zu bringen. Von den hinteren Rängen gab es dafür dankbaren Applaus – was in Regierungsflugzeugen, in denen sich stets zahlreiche erfahrene Vielflieger an Bord befinden, ohne Zweifel die ganz große Ausnahme ist.

Beim Durchstarten der Maschine habe es sich um routinemäßiges, vielfach geprobtes und durchgeführtes Manöver gehandelt, sagte Luftwaffensprecher Andre Hesse am Abend.