Mord an Promi-Klubbesitzer Joachim S. scheint aufgeklärt

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Joachim S. starb durch Messerstiche in seiner Wohnung. Nun wurden zwei Tatverdächtige verhaftet. Allerdings bestreiten sie die Tat noch. Die Polizei hofft auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Der Mord an dem Promi-Klubbesitzer Joachim S. ist offenbar aufgeklärt. Wie die Berliner Polizei mitteilte, konnten zwei Männer im Alter von 33 und 28 Jahren als mutmaßliche Tatbeteiligte ermittelt werden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand stehen sie im Verdacht, ihr Opfer bereits in den Vormittagsstunden des dritten März durch Messerstiche in den Oberkörper getötet zu haben, wie die Polizei mitteilte. Die Tür öffnete Joachim S. selbst, denn er hatte sich mit einem der Täter in seiner Wohnung in der Pfalzburger Straße verabredet. Der Obduktion zufolge starb S. schließlich durch Messerstiche in den Oberkörper. Nach der Tat durchsuchten die Täter die Wohnung des Toten und entwendeten hochwertigen Schmuck und Uhren. Zwei Tage später fand seine Putzfrau den 59-Jährigen leblos in der Wohnung. Die beiden Männer sollen dem Strichermilieu angehören und der Polizei wegen verschiedener Delikte bereits bekannt sein.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde gegen beide Männer Untersuchungshaft angeordnet. „Den Verdächtigen wird Mord aus Habgier und schwerer Raub vorgeworfen“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bei einem der mutmaßlichen Täter handelt es sich laut Steltner um einen 28 Jahre alten Mann polnischer Herkunft.

Zielfahnder spüren Verdächtige auf

Die Ermittlungen der 5. Mordkommission seien entscheidend über Handy-Daten der Beschuldigten ermöglicht worden. Mit Hilfe der Funkzellenabfrage konnten die Ermittler den Tatverdächtigen offenbar nachweisen, dass sie sich zur Tatzeit in der Wohnung des Opfers aufgehalten haben müssen. Schließlich spürten Zielfahnder die Beschuldigten in einer Autovermietung in der Kurfürstenstraße auf und nahmen sie fest.

Joachim S. war Besitzer des bekannten Nachtclubs „First“ an der Joachimstaler Ecke Lietzenburger Straße in Charlottenburg. Zu den Gästen des Klubs gehörten zahlreiche Prominente, besonders aus der Film- und Musikbranche. S. ließ sich gern mit seinen bekannten Gästen fotografieren und wurde so selbst prominent.

In ihren Vernehmungen bestritten die beiden Beschuldigten bislang eine Tatbeteiligung. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an. Die Mordkommission erhofft sich weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung. Sie hat Bilder der Tatverdächtigen und des Schmucks im Internet veröffentlicht und fragt:

- Wem wurden nach dem 3. März von den beiden abgebildeten Tatverdächtigen hochwertige Uhren, Schmuck oder andere Wertgegenstände zum Kauf angeboten?

- Wer kann Hinweise auf den Verbleib der abgebildeten Uhren aus dem Besitz des Opfers geben?

- Wer hat einen der beiden Tatverdächtigen am 3. März 2013 gesehen?

Hinweise nimmt die 5. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin in der Keithstraße unter der Telefonnummer (030) 4664- 911 504 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

( pol )