Liquid-Ecstasy-Morde

Mutmaßlicher Drogen-Mörder soll weiteres Opfer getötet haben

Mit Drogen wehrlos gemacht, dann ausgeraubt: So soll der Darkroom-Mörder zuschlagen haben – in mehr Fällen als bisher angenommen.

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Der mutmaßliche Berliner Drogen-Mörder soll ein drittes Opfer getötet haben. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll der 37-jährige Täter nach dem selben Muster vorgegangen sein wie bei den vorangegangenen Fällen. Er habe demnach einen 41-Jährigen ebenfalls mit der Modedroge Liquid Ecstasy betäubt, ausgeraubt und umgebracht.

Gegen den 37-Jährigen wurde am Wochenende Haftbefehl erlassen, er sitzt in Untersuchungshaft. Am Sonnabend war er festgenommen worden. Er soll gleich dreimal nach dem gleichen Muster zugeschlagen haben. Mit der Droge Liquid Ecstasy soll er seine Opfer betäubt und vergiftet haben, um ihnen dann Kreditkarten, Geld und andere Wertgegenstände zu rauben.

Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke aus. Die Opfer seien arglos gewesen. Dem Mann werden zwei Raubmorde und ein versuchter Raubmord zur Last gelegt. Der Verdächtige hat laut eines Polizeisprechers „im Wesentlichen“ gestanden.

Der 37-Jährige soll vor drei Wochen in einer Bar in Friedrichshain in einem abgedunkelten Nebenraum für Sexkontakte (Darkroom) einen 32 Jahre alten Gast vergiftet und erwürgt haben. Bereits am 26. April soll der Mann an der Holzmarktstraße in Mitte einen Bekannten in dessen Wohnung getötet und ausgeraubt haben. Er soll seinem Opfer die gefährliche Flüssigkeit untergemischt haben.

Eine halbe Stunde nach der Tat im Darkroom soll der mutmaßliche Täter an der Warschauer Straße erneut zugeschlagen haben. Er bot einem Passanten ein mit Liquid Ecstasy versetztes Fläschchen an, das Opfer trank arglos. Der Täter habe den wehrlosen Mann in eine Seitenstraße gelockt und ihm Geldbörse und Bargeld gestohlen. Zum Glück fand eine Passantin den hilflosen Mann und alarmierte die Rettungskräfte.

Laut Staatsanwaltschaft wollte der mutmaßliche Täter zwar an Geld und Wertgegenstände seiner Opfer kommen. Er habe aber nicht aus wirtschaftlicher Not gehandelt. Es könnte noch ein anderes Tatmotiv dahinter stecken. Es gebe Hinweise, dass der Mann sich mit den Taten einen „gewissen Kick“ verschaffen wollte, hieß es.