Koalitionsverhandlungen

SPD und CDU prüfen Bierverbot für Jugendliche

Bislang ist es Minderjährigen ab 16 Jahren erlaubt, Bier und Wein zu kaufen. Das könnte sich in Berlin unter einer rot-schwarzen Koalition ändern. SPD und CDU haben beschlossen, ein generelles Verkaufsverbot an Jugendliche zu prüfen.

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SPD und CDU in Berlin haben am Mittwoch ihre Koalitionsverhandlungen fortgesetzt. In der fünften Runde stehen die Themen Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz auf der Tagesordnung.

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Unter einer großen Koalition in Berlin könnte es ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol an Minderjährige geben. SPD und CDU haben sich am Mittwoch in ihren Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, ein solches Verbot prüfen zu wollen. Für Jugendliche unter 18 Jahren wäre es dann auch verboten, Bier oder Wein zu kaufen. Bislang ist das ab einem Alter von 16 Jahren erlaubt.

Man wolle prüfen, ob eine landesrechtliche Lösung für ein solches Alkoholverbot möglich sei, sagten der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Mario Czaja und SPD-Landesvize Marc Schulte bei der Vorstellung der Ergebnisse aus der Verhandlungsrunde für die Themen Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Wenn ein Verbot im Land nicht möglich sei, wolle man auch prüfen, welche Möglichkeiten es im Bundesrecht gebe, um den Alkoholkonsum von Jugendlichen weiter einzudämmen, so Czaja. „Die Regelungen darüber, welche alkoholischen Getränke Jugendliche kaufen dürfen und welche nicht, ist wegen der Fülle an unterschiedlichen Alkoholmischgetränken durcheinander und nicht mehr nachvollziehbar“, sagte der CDU-Verhandlungsführer.

Bier, Wein und Sekt ab 16 Jahren

Laut Jugendschutzgesetz dürfen Jugendliche ab 16 Jahren Bier, Wein und Sekt sowie Mischgetränke mit diesen Produkten kaufen. Spirituosen und Mischgetränke mit Schnaps dürfen erst an Volljährige verkauft werden. In den letzten Jahren sind gerade Mischgetränke mit Bier, sogenannte „Alkopops“ bei vielen Jugendlichen in Mode gekommen.