Kriminalität

Mit Axt Bewaffnete überfallen BVG-Zentrum

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Foto: Steffen Pletl / BMO

Drei bislang unbekannte Räuber haben am Mittwochabend eine Service-Filiale der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im Bahnhof Rathaus Steglitz überfallen. Sie waren mit Axt und Machete bewaffnet und forderten Bargeld.

Mitten zur Stoßzeit des öffentlichen Nahverkehrs schlugen die Täter zu. Und ausgerechnet das Kundenzentrum der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im stark frequentierten U-Bahnhof Rathaus Steglitz hatten sich die drei maskierten Männer am Mittwochabend als Ziel ihres Überfalls ausgewählt. Das Trio erbeutete kurz vor Ladenschluss Bargeld in unbekannter Höhe, ein Angestellter wurde leicht verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Zwei der Räuber hatten nach Polizeiangaben gegen 19.50 Uhr den Verkaufsraum im Zwischengeschoss der Bahnstation gestürmt und die beiden 57 und 58 Jahre alten BVG-Mitarbeiter mit einer Machete und einer Axt bedroht. Ihr Komplize postierte sich vor der Eingangstür und sicherte den Rückzug. Als die Angestellten der Forderung nach Herausgabe des Bargeldes nicht sofort nachkamen, schlug einer der Räuber den 57 Jahre alten Mitarbeiter mit dem Knauf seiner Machete ins Gesicht. Nach Informationen von Morgenpost Online traf der Hieb die rechte Schläfe und zerstörte die Brille des BVG-Mitarbeiters, der durch die Wucht des Schlags zu Boden fiel.

Nachdem die Männer die Tageseinnahmen des BVG-Servicepoints geraubt hatten, verschwanden sie mit dem Komplizen in der Menschenmenge. Die drei sollen alle etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank und von sportlicher Statur sein. Zwei trugen eine dunkle, ein Räuber eine helle Jacke. Die Haupttäter trugen ein dunkles Baseball-Cap und eine dunkle Mütze sowie Handschuhe. Ihre Gesichter waren mit Maske und Schal vermummt.

Passanten und Kunden des Transportunternehmens zeigten sich entsetzt von dem brutalen Raub. „Unbegreiflich, dass so etwas hier passieren kann“, sagte Thorsten Brandt, der sich Donnerstag über das zahlreiche BVG-Personal in der U-Bahn-Station wunderte. „Offenbar reichen die Videokameras zur Abschreckung nicht aus“, sagte Gabriele Schott. Der angegriffene 57-Jährige ist krankgeschrieben und erholt sich von dem Überfall.

( pol/plet )