Benedikt XVI.

Was Besucher der Papst-Messe beachten müssen

Ende September kommt Papst Benedikt XVI. für eine Eucharistiefeier nach Berlin. Morgenpost Online beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Großveranstaltung.

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In gut vier Monaten, am 22 . September, kommt Papst Benedikt XVI. nach Berlin. Vor dem Schloss Charlottenburg wird er eine Eucharistiefeier zelebrieren. Die katholische Kirche erwartet einen Riesenandrang von Gläubigen. Wer bei dem Gottesdienst dabei sein möchte, kann sich vom heutigen Montag an registrieren lassen. Morgenpost Online beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Anmeldeverfahren und die Papst-Visite.

Wann und wo findet der Papstbesuch statt?

Papst Benedikt XVI. besucht Deutschland vom 22. bis 25. September 2011. Erste Station wird Berlin sein. Am 22. September landet das Oberhaupt der katholischen Kirche um 10.30 Uhr in Tegel. Es folgen die offizielle Begrüßung durch Bundespräsident Christian Wulff sowie ein Besuch des Deutschen Bundestages. Dort wird Benedikt XVI. auch eine Rede halten. Ebenfalls geplant ist ein Treffen mit Vertretern des Zentralrats der Juden in Deutschland. Am frühen Abend hält er vor dem Schloss Charlottenburg eine Messe vor bis zu 40.000 Menschen ab. Sie beginnt um 18.30 Uhr. Um 10 Uhr des nächsten Tages ist der Weiterflug von Tegel nach Erfurt geplant.

Wie bekomme ich Karten für die Messe?

Besucher des Gottesdienstes vor dem Schloss Charlottenburg müssen sich registrieren lassen. Das geht entweder im Internet, über eine Pfarrgemeinde oder telefonisch beim Berliner Erzbistum, wochentags von 9 bis 16 Uhr unter Tel: (030) 32684229. Am heutigen Montag wird zudem das Anmeldeformular auf der Internetseite www.papst-in-deutschland.de freigeschaltet. Wenn man sich erfolgreich angemeldet hat, bekommt erhält man auch umgehend eine Bestätigung. Bei den Pfarrgemeinden liegen Anmeldeformulare aus, in die Name und Adresse eintragen werden müssen. Die Karten können entweder bei den Gemeinden oder wenige Tage vor der Messe bei Tageskassen abgeholt werden. Auf Wunsch werden sie auch zugeschickt.

Was passiert, wenn es zu viele Anmeldungen gibt?

Sollten mehr als 40.000 Anmeldungen eingehen, werden die Teilnehmer der Eucharistiefeier nach verschiedenen Kriterien ausgewählt. „Dabei zählt nicht nur das Datum der Anmeldung, sondern auch der persönliche Hintergrund. Menschen mit Behinderungen, viel ehrenamtlichen Engagement im kirchlichen Kreis oder welche von weiter weg, die beispielsweise schon ein Hotel gebucht haben, erhalten Vorrang“, sagte Stefan Förner, Pressesprecher des Bistums Berlin.

Was muss man beim Besuch der Veranstaltung beachten?

Der Gottesdienst beginnt 18.30 Uhr, bis spätestens 17 Uhr müssen die Besucher ihre Plätze eingenommen haben – auch, wenn es wahrscheinlich nur Stehplätze geben wird. Eingelassen wird man nur mit seiner persönlichen Zulassungskarte. „Wie die Sicherheitsbestimmungen im Detail aussehen werden, ist derzeit noch nicht klar. Wahrscheinlich wird es so wie in den Fußballstadien sein: Glasflaschen werden selbstverständlich nicht erlaubt sein“, sagte Stefan Förner. Ob die Eintrittskarte im Krankheitsfall übertragbar ist, steht auch noch nicht fest. Sicher ist aber: Die Messe findet auch bei schlechtem Wetter statt, der Altarbereich ist überdacht.

Wie läuft der Gottesdienst ab?

Die Eucharistiefeier vor dem Schloss Charlottenburg, an der auch Chöre mitwirken sollen, steht unter dem Motto: „Wo Gott ist, da ist Zukunft“. Sie soll bis 20.30 Uhr dauern. Vor der Messe wird die Rede des Papstes aus dem Bundestag auf den Vorplatz des Schlosses übertragen.

Kann man den Papst auch vor oder nach der Veranstaltung sehen?

Wie bei allen Papstreisen werden auch in Berlin die Sicherheitsbestimmungen sehr hoch sein. Daher werde es „keinen Papst zum Anfassen“ geben, wie Stefan Förner sagt. Benedikt XVI. wird in einer geschlossenen Limousine vom Bundestag nach Charlottenburg fahren. Die beste Gelegenheit, den Papst zu sehen, wird also die Messe sein.

Wie lange bleibt der Papst in Berlin?

Das Oberhaupt der katholischen Kirche bleibt nur einen Tag in der Hauptstadt. Übernachten wird er in der Botschaft des Vatikans, der Apostolischen Nuntiatur an der Neuköllner Lilienthalstraße. Am nächstem Tag, den 23. September, geht es direkt weiter nach Erfurt und anschließend nach Freiburg.

Sind Proteste angekündigt?

Papstgegner haben für den 22. September eine Demonstration angemeldet. Das bestätigten Vertreter des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg. Sie rechnen mit bis zu 50.000 Teilnehmern. Die Demo soll sich gegen die „menschenfeindliche“ Sexualpolitik des Papstes richten und vom Nollendorfplatz zum Brandenburger Tor ziehen. Dort ist eine Abschlusskundgebung vorgesehen.