Festnahme

Vater misshandelt sein zwei Monate altes Kind

Erneut wurde in Berlin ein Säugling misshandelt. Nachdem ein Mann in Spandau festgenommen wurde, hat nun ein Vater in Treptow seinem Kind Hämatome und eine blutende Wunde zugefügt. Der zwei Monate alte Säugling liegt nun im Krankenhaus.

Das Landeskriminalamt muss sich erneut mit einem Fall von Kindesmisshandlung befassen. In Treptow ist ein erst zwei Monate altes Baby von seinem Vater misshandelt worden. Der 36 Jahre alte mutmaßliche Täter ist am Dienstag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt worden.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte die Mutter des Säuglings am Dienstag die gemeinsame Wohnung in Schöneweide verlassen, um Besorgungen zu machen. Dafür ließ sie ihren 36 Jahre alten Lebensgefährten mit dem Baby allein. Als die 27-Jährige am Abend von ihren Einkäufen zurückkehrte, entdeckte sie an ihrem Kind Hämatome und eine blutende Wunde mitten im Gesicht. Als die Frau ihren Lebensgefährten und Vater des Kindes darauf ansprach, bekam sie keine Antwort, sondern einen Schlag ins Gesicht. Die 27-Jährige rief daraufhin die Feuerwehr. Mit einem Rettungswagen wurde das verletzte Kind in ein Krankenhaus gebracht. Dort entschieden die Ärzte, das Baby stationär aufzunehmen.

Polizeibeamte nahmen den tatverdächtigen Lebensgefährten fest. Ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt, zuständig für Kindermisshandlung und Verwahrlosung, hat die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Täter wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen übernommen. Gegen die Mutter wird nicht ermittelt.

Erst Mitte vergangenen Monats war ein 45 Jahre alter Mann aus Spandau wegen besonders schwerer Kindesmisshandlung von der Polizei festgenommen worden. Ärzte eines Krankenhauses, die das Kind wegen Krampfanfällen behandelten, hatten an dem sechs Monate alten Säugling mehrere Verletzungen festgestellt, darunter auch Brüche an beiden Unterarmen. Weitere Untersuchungen ergaben, dass das Kind heftig geschüttelt wurde. Das Krankenhaus alarmierte die Polizei, die den Mann festnahm.