Lichterfelde

Berlin genehmigt neues Vattenfall-Kraftwerk

Das alte Kraftwerk am Teltokanal wird abgerissen - um Platz zu machen für ein neues. Vattenfall will dort ab 2014 mit modernen Gas- und Dampfturbinen weniger CO2 produzieren.

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Das Land Berlin hat den Bau des neuen Heizkraftwerks in Lichterfelde genehmigt. Von 2014 an will Vattenfall mit dem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk am Ostpreußendamm aus Erdgas Strom und Wärme erzeugen. Die Investitionen belaufen sich auf 381 Millionen Euro.

Das neue Kraftwerk am Teltowkanal soll 15 Prozent weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausstoßen als das dort bestehende, 39 Jahre alte Kraftwerk. Etwa zwei Jahre lang sollen beide Kraftwerke parallel laufen, bis der Neubau das alte vollständig ersetzt.

Das heutige Kraftwerk wird dann abgerissen, zwei Kühltürme sollen aber stehen bleiben. Auch das neue Kraftwerk geht für etwa 40 Jahre in Betrieb. Der Neubau soll laut Vattenfall 230 Megawatt Wärme und 300 Megawatt elektrische Energie erzeugen und dabei deutlich effizienter sein als der Vorgänger.

Vattenfall hatte sich im Herbst 2009 in einem Abkommen mit dem Land Berlin verpflichtet, weniger CO2 in die Umwelt abzugeben. Die deutsche Tochter des schwedischen Staatsunternehmens mit Sitz in Berlin will ihren CO2-Ausstoß von damals 7,5 Millionen Tonnen bis 2020 auf 6,4 Millionen Tonnen jährlich senken. Das wäre ein Rückgang um 15 Prozent.

Vattenfall will auch das Heizkraftwerk Klingenberg in Lichtenberg durch moderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerke und durch Biomasse-Heizkraftwerke ersetzt. Wie das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit im Amtsblatt mitteilte, steht der Genehmigungsbescheid für Lichterfelde ab sofort im Internet und liegt in den nächsten zwei Wochen im Landesamt im Moabit aus.