Stadtplanung

Richtfest für umstrittenes Bauprojekt "Marthashof"

An der Schwedter Straße in Prenzlauer Berg schließt sich eine Baulücke. In "Marthashof" entstehen 130 hochwertige Wohnungen. Kritiker befürchten jedoch, dass das "Dorf für die Reichen" angestammte Bewohner im Kiez verdrängen könnte. Am Mittwoch feierte das Projekt Richtfest.

Für die Gegner ist es das "Dorf für die Reichen", für die Bauherren das "Urbane Dorf inmitten der Großstadt": An der Schwedter Straße in Prenzlauer Berg wurde am Mittwoch Richtfest für den ersten Bauabschnitt des bei Anwohnern umstrittenen Wohnprojektes "Marthashof" gefeiert.

Auf einer knapp 13.000 Quadratmeter großen Baulücke entstehen noch bis Ende nächsten Jahres insgesamt 130 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten, die sich um einen 3000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten gruppieren.

85 Prozent der Wohnungen in den ersten beiden Bauabschnitten sind nach Auskunft des Bauherren Ludwig Maximilian Stoffel von der Stofanel Investment AG bereits verkauft. "Bei Quadratmeterpreisen ab 2900 Euro sollte klar sein, dass es sich hier nicht um ein Luxusprojekt handelt", sagt Stoffel. Das Projekt würde auch niemanden verdrängen: "85 Prozent der Käufer wohnten bereits in Prenzlauer Berg", so der Investor weiter.

Mit dem Richtfest wurde am Mittwoch auch Baustart für den dritten und letzten Bauabschnitt gefeiert. Ende 2010 soll das gesamte Bauvorhaben mit einer Mischung aus Apartments, Gartenwohnungen und Penthouses fertiggestellt sein.

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