Nach Affenbiss

Berliner Zoochef Blaszkiewitz aus Klinik entlassen

Rund zwei Wochen nach der Amputation seines rechten Zeigefingers darf Zoodirektor Blaszkiewitz nach Hause. Schimpanse Pedro hatte ihn so heftig gebissen, dass der Finger nicht mehr zu retten war. Noch ist unklar, wann Blaszkiewitz wieder arbeiten kann.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Schimpanse Pedro war es, der am Montag Zoo-Direktor Blaszkiewitz den rechten Zeigefinger abbiss. Auch eine Not-OP im Unfallkrankenhaus Marzahn konnte den Finger des Zoo-Chefs nicht retten, er musste wegen einer Infektion amputiert werden. Jetzt tauchte ein Video auf, das den Direktor nur wenige Minuten vor dem tragischen Zwischenfall am Affengehege zeigt.

Video: Eigen
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Mehr als zwei Wochen nach einem Affenbiss und der Amputation eines Fingers ist der Berliner Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz am Mittwoch aus dem Unfallkrankenhaus Marzahn entlassen worden.

Die Behandlung des 55-Jährigen werde ambulant weitergeführt, teilte Andreas Eisenschenk, Chefarzt der Handchirurgie, mit. „Die Heilung verläuft zögerlich, aber gut.“ Blaszkiewitz sei ein geduldiger und kooperativer Patient gewesen. Wann der Zooexperte wieder voll arbeitsfähig sei, sei noch nicht klar, so der Handspezialist.

Der Schimpanse Pedro hatte Blaszkiewitz am 8. Juni gebissen, als der Zoochef den Affen unvorsichtig durch die Gitterstäbe gefüttert hatte. Der nur noch an einem Nerv hängende rechte Zeigefinger konnte zunächst gerettet werden. Doch dann hatte sich eine Infektion rasant ausgebreitet.

Aus Sicht der Ärzte stellten die Keime aus dem Affenspeichel eine Bedrohung für den gesamten Körper dar. Der angenähte Finger musste doch amputiert werden.