Neuer Streik an Schulen

Landeselternausschuss warnt die Gewerkschaft

Das Verständnis der Eltern für die Streiks an Berliner Kindergärten und Schulen neigt sich allmählich gegen Null. Auch der Landeselternausschuss, der dem Anliegen der Erzieher bislang zum Teil unterstützte, ist nur am Ende seiner Geduld.

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Der drohende Streik an den Berliner Schulen schadet nach Ansicht des Landeselternausschusses (LEA) nur den Schülern und ihren Eltern. Der Berliner Senat erfahre aber dadurch keine spürbaren Nachteile, erklärte der LEA-Vorsitzende André Schindler am Samstag in Berlin. Zugleich forderte er die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf, sich ihrer besonderen Verantwortung für die Schüler bewusst zu werden.

Die GEW hatte am Donnerstag eine neue Streikwelle an Schulen und Kindertagesstätten angekündigt. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst wollen den Senat mit der Ausweitung des Streiks zurück an den Verhandlungstisch zwingen. Sie fordern 2,9 Prozent mehr Gehalt und drei Einmalzahlungen in Höhe von je 300 Euro. Nach dem Scheitern der Tarifgespräche im Sommer lehnt der rot-rote Senat trotz Kritik aus den eigenen Fraktionen eine Rückkehr an den Verhandlungstisch jedoch ab.

Schindler betonte, dass die Berliner Schulen und Horte zur Betreuung verpflichtet seien. Eltern sollten die Schulen schriftlich darauf hinweisen – auch dann, wenn es ihnen theoretisch möglich wäre, ihr Kind frühzeitig aus der Schule zu nehmen.