Das A.Horn ist ein unkonventionelles Café mit schönem Blick auf den Urbanhafen. Auf der großen Terrasse sitzt man auf Möbeln, die früher getrödelt hießen und heute Vintage genannt werden. Drinnen mischt sich Notebook-Publikum mit Touristen und bewundert durch eine große Scheibe die angrenzende Werkstatt. Dort repariert der Bruder des Cafébesitzers Ludwig Horn defekte Drahtesel.

Unter der Woche serviert ein zuvorkommendes Team Frühstück zu kiezgerechten Preisen. Dazu gibt es ausgezeichneten Kaffee und Snacks wie Bagels, Cookies, Muffins und Kuchen. Von 12 bis 18 Uhr schickt die Crew der offenen Küche wechselnden Mittagstisch und eine Auswahl an Pastagerichten wie Spaghetti mit Pesto Rosso aus gegrillten Paprika, getrockneten Tomaten, Walnüssen und Parmesan für Geldbeutel schonende sieben Euro.

Gesetzt sind hausgemachte Käsespätzle mit Salat für 9,50 Euro, und Rindfleisch mit Backkartoffeln und Salat für 12,90 Euro. Ein Hinweis dazu: Die Portionen im A.Horn sind eher etwas für Zehnkämpfer oder gleich für zwei Personen.

Selbst die kleine, feine, mit Estragon und Petersilie gut bekräuterte Zwiebelsuppe für 3,20 Euro hätte schon fast gereicht. Von der Riesenportion Risotto mit Garnelen wurde gerade mal die Hälfte geschafft. Schade, dass die feurig angekündigten Meeresbewohner eher langweilig schmeckten, und der Ruccola-Salat nur gut gewaschen auf dem Teller lag, 11,50 Euro. Lobenswert ist die Tatsache, dass alle Weine auch 0,1 l ausgeschenkt werden, ab 2, 60 Euro. Ein kräftiger, aber säurefreier Espresso zu 1,50 Euro beendete das Essen standesgemäß.

A.Horn, Carl-Herz-Ufer 9, Kreuzberg, Mo.–Fr. 8 bis 24 Uhr, Sbd.+So. 9bis 24 Uhr, Küche bis 22 Uhr, Tel. 60 05 98 88

fmr