Der Eingang zum MioMatto führt durch den Supermarkt Veganz. Kochbücher vom selbst ernannten „Vegan Headchef“ Björn Moschinski sind das erste, was zu sehen ist, bevor es in das italienisch, vegane Restaurant geht. Der Ausblick auf die Warschauer Brücke ist fantastisch, das Interieur klar konzipiert. Naturbelassenes Holz, viel Glas, Beton, Ornamentfließen.

Es gibt „Quellwasser“ (ein Liter 4,50 Euro), hausgebackenes Brot und Oliven für den Anfang. In der Karte steht, dass alle Gerichte und Getränke vegan sind; sie ist mit österreichischen, deutschen und italienischen Weinen gut bestückt, Flaschenweine von 19,50 Euro bis 59,50 Euro, ob vegan würde ich hier noch einmal erfragen.

Wir bekommen einen „Wildkräutersalat“ (7,50 Euro), der zu 90 Prozent aus Pflücksalaten, Rukola und Feldsalat, besteht. Die Steinpilzcremesuppe schmeckt gut, wäre nicht die (Tofu) Salami anbei. Für die Pizzen (Salami 6,90 Euro und Prosciutto 7,20 Euro) ist der Teller ist zu groß. Der Schinken ähnelt halben Salamischeiben. Ist vegan nicht ohne tierische Produkte? Wir degustieren die Scheibchen und können Schinkengeschmack ahnen, es ist aber Tofu. Pizzaboden schmeckt beim Italiener besser.

Tagliatelle mit Rinderfiletstreifen werden serviert. Die Nudeln sind bissfest, die Frühlingszwiebeln passen gut, nur die braunen, gummiartigen Streifen schmecken nicht. Löblich sind die Kinderportionen wie Pizza (4,50 Euro) und Spirelli-Nudeln mit Tomatensauce. Dazu gibt es Vegankäse. Auf das Motto: „Pasta, Pizza, Passion. VEGAN und italienisch, FRISCH und mediterran“ freuen wir uns, nicht aber auf veganes Rinderfilet.

MioMatto, Warschauerstraße 33, Friedrichshain, Mo.–Fr. ab 11 Uhr Mittagstisch, ab 17 Uhr Fine Dining, Sbd.–So. ab 9 Uhr Brunch, Tel. (030) 36 281040, www.miomatto.de

rmd