• Bei der Zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer von Mauer und Teilung zum 60. Jahrestag des Mauerbaus werden am Freitag an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße unter anderen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sprechen. Diese Veranstaltung ist nicht öffentlich. Anschließend werden die Gäste am Denkmal der Gedenkstätte Kränze niederlegen und der Opfer von Mauer und Teilung gedenken.
  • Zur Gedenkveranstaltung des Landes Brandenburg am Freitag ab 16.30 Uhr am ehemaligen Grenzturm in Bergfelde bei Hohen Neuendorf werden neben Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Ralf Wieland, Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses (beide SPD). Geplant sind de Würdigung der Verstorbenen, Gespräche mit Zeitzeugen, Musik und Filme.
  • Für Besucher erinnert die Stiftung Berliner Mauer vom 13. bis 15. August mit zahlreichen Veranstaltungen an den Mauerbau und seine Folgen. Der Eintritt zu allen Führungen und Veranstaltungen ist frei. Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin, www.berliner-mauer-gedenkstaette.de. Aus dem Programm:
  • Ökumenische Andacht zum Gedenken an Ida Siekmann, Freitag, 13. August 2021, 12 Uhr – 12:15 Uhr, Kapelle der Versöhnung Bernauer Straße.
  • „Eine Mauer quer durchs Leben“ – Zeitzeugen erinnern sich: Fr., 13. August, je 15 und 16 Uhr, Besucherzentrum Gedenkstätte Berliner Mauer.
  • Panberliner Picknick – Sprechen über Grenzen, Sbd., 14. August, 10-18 Uhr, Gedenkstätte Berliner Mauer.
  • Tanzperformance „Auf kurze Distanz“, Sonnabend, 14. August und Sonntag, 15. August, je 14 Uhr, Gedenkstätte Berliner Mauer.
  • Workshops: East Side Gallery – be part of it!, Sbd., 14. August, 16-19 Uhr u. So., 15. August, 11-14 Uhr, Mühlenstraße 3-100, 10243 Berlin.
  • Konzert Vor der Grenze, c/o chamber orchestra, So., 15. August, 15-17 Uhr, Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße (Mitte).
  • Plakat-Aktion in Berlin An die Plötzlichkeit der Abriegelung der Stadt gemahnen die Stiftung Berliner Mauer und die Kulturprojekte Berlin mit einer Plakataktion an hunderten Orten der Stadt. Start ist am Hermannplatz (Neukölln), Freitag 8 Uhr, mit Kultursenator Klaus Lederer (Linke), Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer und Moritz van Dülmen, Kulturprojekte Berlin.
  • CDU Berlin und Brandenburg laden am Freitag, ab 14.15 Uhr an die Glienicker Brücke (Berliner Straße, 14467 Potsdam). Neben dem Berliner Landesvorsitzenden Kai Wegner und dem Landesvorsitzenden der CDU Brandenburg, Michael Stübgen, wird Armin Laschet erwartet, Kanzlerkandidat von CDU und CSU.
  • Die Friedrich-Naumann-Stiftung in Potsdam lädt des 13. August zu Erinnerung und Diskussion zum Mauerbau ein. Zeitzeuge Hartmut Richter berichtet - er war Mauerflüchtling, Fluchthelfer und Stasi-Häftling. Auf dem Podium sind anschließend Karl-Heinz Paqué, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung, Johannes Ludewig, ehemaliger Koordinator neue Bundesländer und der Berliner Soziologe Steffen Mau.
  • Freitag, 13. August, 19-21 Uhr, Friedrich-Naumann-Stiftung, Truman Haus, Karl-Marx-Straße 2, 14482 Potsdam, Anmeldung: shop.freiheit.org
  • Zum Mauerbau und seine Auswirkungen sprechen bei der einer digitalen Diskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung am 13. August, 16 bis 17 Uhr, Eberhard Diepgen, ehemals Regierender Bürgermeister von Berlin, der Dresdner Schriftsteller Thomas Rosenlöcher sowie der Historiker und Stellvertretende Beauftragte des Landes Berlin für die Aufarbeitung der Folgen der SED-Diktatur, Jens Schöne. Die Moderation übernimmt Christine Richter, Chefredakteurin der Berliner Morgenpost. Anmeldung zu der Video-Veranstaltung über Zoom: www.kas.deertengespraech-60-jahre-mauerbau
  • Unter dem Titel „Niemand hat die Absicht...“ lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung am Sonntag von 11 bis 13.30 Uhr ins Beach Mitte. Auf dem Podium geht es um Perspektiven zur deutschen Einheit 60 Jahre nach dem Mauerbau. Auf dem Podium sprechen neben Christine Richter, Chefredakteurin der Berliner Morgenpost die Schriftstellerin Tanja Dückers, der Publizist Marko Martin sowie Karl-Heinz Paqué, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Sonntag, 15, August, 11-13.30 Uhr, Beach Mitte, Caroline-Michaelis-Straße 8, 10115 Berlin-Mitte, Anmeldung: shop.freiheit.org
  • Das Festival im Mauerpark zeigt an drei Tagen rund 75 Filme, Dokumentationen und Archivschnipsel aus Ost und West, darunter auch 20 Animations- und Kurzspielfilme aus jüngerer Zeit. Es gibt Gespräche mit Filmemachern, Zeitzeugen, Mauer-Experten. Eröffnung ist Freitag, 13. August, 17 Uhr, mit Tom Sello, dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Moritz van Dülmen, Kulturprojekte Berlin, Regisseur Hans-Dieter Grabe und dem Fluchthelfer Burkhart Veigel. Im Anschluss werden kurze zeitgenössische Dokumentarfilme aus Ost und West gezeigt. 13. bis 15. August, Fr., 17-22 Uhr, Sbd., 12-22 Uhr, So., 12-21.30 Uhr, Amphitheater im Mauerpark (Prenzlauer Berg).
  • Die Galerie Verein Berliner Künstler zeigt in Zusammenarbeit mit DDT – Das freie Dokumentar Film-Team (Ralf Gründer & Klaus-Dieter Grotz) eine dokumentarische Ausstellung zur Arbeit von vier Kameramännern: Sie filmten den Alltag an der Grenze, Menschen, die hinüberschauten, von West nach Ost und von Ost nach West, Menschen, die Opfer der Teilung Berlins wurden. Zur Ausstellung ist auch eine Dokumentation erschienen. 14.-22. August, Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57, 10785 Berlin, vbk-art.de
  • Auch per App lässt sich Mauergeschichte entdecken – viele Museen und Gedenkstätten haben Bilder, Daten und Fakten zur berlinHistory.app beigetragen, die sich als digitales Museum versteht. Zum Jahrestag wurde das Angebot mit der Stiftung Berliner Mauer und anderen Partnern neu aufgelegt. Im Register kann man nach Orten oder Personen suchen, auf Stadtplänen Ereignisorte aufspüren, Vorher-Nachher-Bilder anschauen, sich thematisch führen lassen und Audiowalks folgen.
  • Das Internetportal Chronik der Mauer präsentiert seltene Kassiber von DDR-Grenzposten. Die kleinen Papierzettel, die Grenzer von Ost nach West über die Mauer warfen, enthielten handschriftliche Bestellungen von Zigaretten und Damenstrümpfen, aber auch politische Witze. Sie wurden heimlich von DDR-Grenzpolizisten geschrieben und von Menschen aus West-Berlin beantwortet. Die Kassiber zeigen, wie Menschen aus Ost und West der Teilung trotzten und versuchten, in Verbindung zu bleiben. Für DDR-Grenzpolizisten herrschte eigentlich ein striktes Kontaktverbot. Wären sie erwischt worden, hätten ihnen empfindliche Strafen gedroht. Trotzdem nahmen sie das Risiko in Kauf und warfen die kleinen Nachrichten über die Mauer, um begehrte Westwaren zu erhalten, die es im Osten nur schlecht oder in schlechter Qualität gab. Ein West-Berliner Anwohner aus der Bernauer Straße im Bezirk Mitte hat acht Kassiber gesammelt und aufbewahrt. Seine Tochter hat sie nach seinem Tod der Stiftung Berliner Mauer übergeben. Mehr Informationen: www.chronik-der-mauer.de.
  • Eine wissenschaftliche Studie sucht Menschen, die im Jahr 1961 geboren wurden, für eine Studie. Menschen, die schon die gesellschaftlichen Transformationen nach 1961 und 1989 erlebt haben – wie gehen sie mit den pandemiebedingten Veränderungen der heutigen Zeit um? Dies will die Universität Konstanz in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer und dem Archiv Deutsches Gedächtnis der Fernuniversität Hagen untersuchen. Die Befragung setzt die Interviewstudie der „Generation 1975 – Mit 14 ins neue Deutschland“ fort. Juniorprofessorin Christiane Bertram von der Binational School of Education (BiSE) der Universität Konstanz sucht Menschen des Jahrgangs 1961 mit verschiedenen biografischen Hintergründen, auch Migrationshintergrund, die bis zum Mauerbau in Baden-Württemberg, Sachsen, West- oder Ost-Berlin gelebt haben. Die Interviews werden per Video dokumentiert. Interessierte können sich in eine Online-Datenbank eintragen: uni.kn/bertram/generation-mauerbau.