Huch! Bald ist der 1. Dezember und noch kein Adventskalender? Der Adventskalender auf die Schnelle etwa. Für ihn schnappt man sich 24 farbige Briefumschläge, malt Zahlen von 1 bis 24 auf und steckt selbst geschriebene Gutscheine in die Umschläge. Keine Ideen? Dann zupfe man ein Buch in 24 Teile und mache daraus einen Fortsetzungsroman.
So, wie im Sommer jeder Gemüse oder Fleisch grillen kann, so sollte man im Winter rasch einen Punsch aufsetzen können: Geschälten Ingwer in dünne Scheiben schneiden, Vanilleschote auskratzen und mit Ingwer, Zimtstange, Nelken, Kardamomkapseln und Pimentkörnern in einen Topf geben.
Ein Punsch mit allem drum und dran
Sternanis mit Rosinen, Mandeln, Orangen- und Zitronenschale und -saft sowie Zucker dazugeben. Mit Rotwein aufgießen. Erwärmen, 30 Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb gießen und Rum untermischen.
Oder man hängt einfach in erwärmten Rotwein wie Pinot Noir oder Trollinger einen Beutel Früchtetee. Marcus Wolff, Barmanager des Hotel Palace, gibt noch einen Schuss Sherry oder Rum- bzw. Mandelaroma dazu.
Erst Gedicht und Gesang, dann folgt die Beschwerung. Dicki Hoppenstedts „Zickezacke, Hühnerkacke“ in Loriots Sketch in allen Ehren, doch es darf gerne mehr sein. Etwa Joseph von Eichendorffs Weihnachtsgedicht:
Ein Gedicht zur Adventszeit
„Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus, sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so friedlich aus. An den Fenstern haben Frauen buntes Spielzeug fromm geschmückt, tausend Kindlein stehn und schauen, sind so wunderlich beglückt. Und ich wandre aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld, hehres Glänzen, heil’ges Schauern! Wie so weit und still die Welt! Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit steigt’s wie wunderbares Singen – o du gnadenreiche Zeit!“
Weitere Gedichte finden sich im Buch „Frohe Weihnachten! Gedichte und Geschichten zur Adventszeit“, Gertrud Caspari und Ernst Kutzer, Verlag Thienemann-Esslinger, 14,90 €.





