Genuss

Mit Chili und Ingwer dem Winter einheizen

Weihnachten ist auch ein Fest der Gewürze. Ingwer, Zimt, Anis und Nelken schmecken und duften nicht nur großartig – sie haben auch positive Wirkungen auf unseren Organismus.

Foto: Wolfgang Kumm / picture-alliance/ dpa

Ein Winterspaziergang bei klirrender Kälte kann eine feine Sache sein. Doch, selbst wenn man dick eingemummelt ist, meist beginnt man spätestens nach einer Stunde zu frieren und möchte ganz schnell wieder ins Warme. Ein frischer Pott Tee oder ein heißes Süppchen sind eine gute Soforthilfe an kalten Tagen.

Die Hitze kurbelt den Kreislauf an. Und genau das ist wichtig, denn der Körper braucht viel Energie, um bei Kälte den Organismus aufrecht zu erhalten und die inneren Organe und das Gehirn mit Blut zu versorgen. Füße, Finger, Ohren und die Nasenspitze kommen dabei leider oft zu kurz.

Mit den richtigen Zutaten kann man den Wärme-Effekt von Speisen noch verstärken. Chili ist der bekannteste und effektivste Einheizern unter den Küchenzutaten, weil seine Schärfe die Durchblutung nachweislich fördert. Das Gleiche gilt für Ingwer.

Ein Tee, für den man mit einige Scheiben einer Ingwerknolle überbrüht, ist ein echter Gesundheitstrunk. Ingwer enthält jede Menge Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium und Kalium und wirkt obendrein entzündungshemmend und schleimlösend. Auch Currypulver, Rosmarin, Thymian, Zimt, Anis und Basilikum sorgen dafür, dass wir nicht allzu lange frieren müssen.

Wärmend wirkt auch der Genuss saisonaler Produkte

Eine sehr wichtige Rolle spielt der Wärme-Effekt von Nahrungsmitteln in der Traditionellen Chinesischem Medizin. Menschen, die leicht frieren, wird geraten, ihre Ernährung grundsätzlich im Winter umzustellen. Am besten verzichten sie komplett auf Kaltes und Rohes aber auch auf Schweinefleisch und Milchprodukte.

Einen kühlenden Effekt auf den Körper haben auch Gurken, Tomaten und exotische Früchte wie Orangen und Ananas. Grundsätzlich gilt dabei die Regel: Je weicher und saftiger eine Frucht ist, desto kühlender wirkt sie.

Wer im Winter mit saisonalen und regionalen Produkten kocht, macht dagegen alles richtig. Wärmend wirken nämlich auch Lamm- und Wildfleisch, Nüsse und heimische Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Pastinaken, Rote Rüben, Fenchel, Kohlsorten, Lauch, Zwiebel und Kürbis.

Auch kohlensäurehaltige Getränke sind für verfrorene Menschen tabu. Stattdessen rät die Traditionelle Chinesische Medizin, Tee oder auch heißes Wasser zum Essen zu trinken. Fast alle Teesorten haben eine positive Wirkung auf den Wärmehaushalt des Körpers, die einzige Ausnahme ist Pfefferminz-Tee. Der wirkt auch kühlend, wenn er heiß getrunken wird.

Wenig empfehlenswert ist auch ein anderer Klassiker, der vor allem in der Adventszeit die Kälte vertreiben soll: Glühwein. Durch den Alkohol wird vor allem die Gesichtshaut schnell erwärmt. Doch die roten Wangen und die leuchtende Schnapsnase geben viel Wärme an die kalte Luft ab. Nach einigen Minuten friert man umso mehr. Besser heizt deshalb ein Gewürz-Punsch ohne Alkohol ein.