Mit Glockenläuten und lautem „Ho, ho, ho“ haben sich rund 200 verkleidete Weihnachtsmänner in Berlin auf ihre Einsätze an Heiligabend eingestimmt. In voller Montur trafen sie sich am Samstag zur 63. Vollversammlung in der Mensa Nord des Berliner Studentenwerks. Am 24. Dezember werden doppelt so viele Laienschauspieler bis zu 5000 Familien besuchen und Kinder beschenken. Auch einige verkleidete Engel kamen zu der Versammlung.

Nach Angaben des Projektleiters Bernd Skischally kommt der durchschnittliche Weihnachtsmann an Heiligabend auf etwa zehn Einsätze. „Die meisten Familien buchen ihren Weihnachtsmann für die Zeit zwischen 15.00 und 21.00 Uhr“, sagt er. Die Familien kostet der Besuch – je nach Uhrzeit und Anzahl der Kinder – mindestens 36 Euro. In der Adventszeit besuchen die Weihnachtsmänner und Engel außerdem Firmen, Altersheime und Kindergärten.

Die meisten Schauspieler sind Studenten. Neben der Bezahlung ist für viele vor allem Spaß der Hauptgrund, warum sie sich für den außergewöhnlichen Job melden. „Wenn die Kinder mich sehen, glauben sie an mich“, erzählt der 22-jährige Andrej Konzera. „Das ist ein schönes Gefühl.“ Der TU-Student ist bereits zum dritten Mal dabei. Er lebt allein in Berlin. „Deshalb macht es mir nichts aus, an Heiligabend zu arbeiten.“ Konzera freut sich auf seine Einsätze in diesem Jahr, wie er sagt. „Wir wollen bei den Kindern positive Gefühle wecken. Schelte und die Rute für böse Kinder sind deshalb tabu.“

Der interaktive Adventskalender von Morgenpost Online

dpa/bee