GoEuro

Reisesuchmaschine verbindet 23.000 Städte

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Rene Gribnitz

Foto: Amin Akhtar

Das Berliner Start-up GoEuro hat nach SAP-Gründer Plattner weitere Investoren gefunden. Klaus Hommels Lakestar investiert mit anderen Geldgebern Millionen in den Expansionskurs der Reisesuchmaschine.

Angeführt von Start-up-Finanzier Klaus Hommels (Airbnb, Klarna) haben Investoren mehrere Millionen Euro in die Berliner Reisesuchmaschine GoEuro investiert. Das teilten das Unternehmen und Hommels’ Wagnisfinanzierer Lakestar am Donnerstag mit. Genaue Angaben zur Höhe der Finanzierungsrunde wurden allerdings nicht gemacht.

Mit seinem Millionen-Investment folgt Hommels dem SAP-Gründer Hasso Plattner, der bereits 2013 über seinen Wagnisfinanzierer Hasso Plattner Ventures in GoEuro investierte. Mit Plattner investierten im März unter anderem auch Battery Ventures insgesamt vier Millionen Dollar. Ach die Touristik-Investoren Dave Bagget (ITA Software) und Jeff Sagansky (Global Eagle Entertainment) sind beteiligt.

GoEuro ist eine Suchmaschine, die die schnellste und billigste Verbindung zwischen Städten zu finden verspricht – durch die Kombination von Bus-, Bahn- und Flugreisen. Reisende können einer einzigen Suche alle Verbindungen aller Verkehrsmittel finden, einschließlich der passenden Bahn- oder Busverbindung zum Flughafen und mit vollständigen Reisezeiten und -kosten von Ort zu Ort.

Damit wird erstmals der direkte Vergleich zwischen Bahn, Bus und Flugzeug möglich, ohne zuvor verschiedene Websites der verschiedenen Anbieter durchsuchen zu müssen.

GoEuro wurde 2012 gegründet

„Der Online-Reisemarkt wurde bisher von Anbietern dominiert, die nur Flug, Hotel und Mietwagen anbieten“, sagt GoEuro-Gründer Naren Shaam. „Aber Bahn und Bus sind in Europa längst so weit, dass der direkte Vergleich zwischen allen Verkehrsmitteln in einer einzigen Suche die Reiseplanung deutlich vereinfacht. Und zwar mit einer vollständigen Abdeckung aller Orte, nicht nur der Flughafenstädte.“ GoEuro wurde von Shaam 2012 gegründet, das Unternehmen beschäftigt mittlerweile 40 Mitarbeiter aus 15 Ländern.

GoEuro bezieht nach eigenen Angaben 150 Flughäfen, 12.900 Bahnhöfe und 8500 Busstationen in die Suche mit ein und bedient damit fast 23.000 unterschiedliche Orte in Deutschland, Großbritannien und Spanien. Dazu hat das Start-up Verträge mit Partnern wie der Deutschen Bahn, ADAC Postbus und Airberlin in Deutschland, National Express in Großbritannien und Renfe in Spanien geschlossen.

„Als ich das GoEuro Team zum ersten Mal traf, war ich beeindruckt von der Fähigkeit, Partnerschaften mit großen Organisationen aufzubauen, die in der Vergangenheit nicht bereit waren, ihre eigenen Daten weiterzugeben“, sagte Hommels: „Mit diesen Kooperationen hat GoEuro eine wesentliche Eintrittsbarriere überwunden und sich selbst mit großem Abstand zum Marktführer gemacht.“

Mit dem frischen Kapital von Hommels und Charles Petruccelli, dem ehemaligen Präsident Global Business Travel von American Express, plant GoEuro, bis zum Sommer vier weitere EU-Länder komplett mit der Suchmaschine abzudecken.