Myelo Therapeutics, ein Biotech-Unternehmen aus Berlin-Buch, gab heute den erfolgreichen Abschluss der Serie A Finanzierungsrunde für die Entwicklung einer innovativen Krebstherapie bekannt. An der Finanzierung beteiligten sich die Venture Capital Investoren IBB Beteiligungsgesellschaft mit ihrem VC Fonds Technologie Berlin, die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung, sowie das pharmazeutische Unternehmen JSC Valenta Pharmaceuticals.
Das Unternehmen will das eingeworbene Kapital für die Entwicklung des Wirkstoffes Myelo001 verwenden, einem Medikament für die prophylaktische Behandlung von Patienten, deren Blut nach einer Chemotherapie zu wenig weiße Blutkörperchen (Neutropenie) oder Blutplättchen (Thrombozytopenie) enthält. Der Markt wird mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro beschrieben. Nähere Angaben zur Finanzierungsrunde im einstelligen Millionenbereich wurden nicht gemacht.
„Eine konventionelle Chemotherapie kann neben den Krebszellen auch gesunde Körperzellen schädigen, die sich schnell teilen“, erläutert Mitgründer Till Erdmann die Wirkungsweise. „Das schwächt unter anderem das Immunsystem.“ So könne sich zum Beispiel eine Erkältung während oder nach der Gabe bestimmter Chemotherapien schnell zu einer lebensgefährlichen Lungenentzündung entwickeln. Solche Infektionen seien die häufigste therapiebedingte Todesursache bei Krebspatienten, sagt Erdmann.
Chemotherapie optimal unterstützen
„Wir entwickeln den Wirkstoff nun hier in Deutschland nach den Regeln der Zulassungsbehörden aus USA und Europa für diese grössten Pharmamärkte“, sagte Mitgründer Till Erdmann. Sein Mitgründer Dirk Pleimes ergänzt: „Neue, ergänzende Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatienten sind notwendig, um die optimale Chemotherapie zu unterstützen und das Therapieergebnis zu verbessern.“
Der Wirkstoff habe sein Potential bereits in mehreren Indikationen gezeigt. „Ich freue mich, dass nun als ein erster Schritt die Entwicklung für Chemotherapie-induzierte Neutropenie startet“, sagt der Moskauer Wissenschaftler Vladimir Nebolsin, der Entdecker von Myelo001. Er ist an Myelo Therapeutics beteiligt.
„Nutzen für Patienten unter Beweis gestellt“
Alexander Itin, Vorstandschef von JSC Valenta Pharmaceuticals, kommentiert: „Myelo001 hat bereits in einigen unserer Hauptmärkte seinen signifikanten Nutzen für Patienten unter Beweis gestellt. Wir erwarten nun gespannt seine Entwicklung für die Pharmamärkte in Europa und den USA.“
Begeistert zeigt sich auch die IBB: „Die Gründer von Myelo Therapeutics haben uns mit ihrer industriellen und medizinischen Erfahrung sowie einem innovativen Wirkstoff mit hohem Marktpotential überzeugt“, sagt Christian Seegers, Investment-Manager der IBB Beteiligungsgesellschaft. „Wir sind davon überzeugt, dass die Finanzierung der Myelo Therapeutics GmbH einen weiteren Beitrag zur Stärkung des pharmazeutischen Umfelds in Berlin leistet.“





