Investition

Ehemaliger Bahn-Chef Dürr steigt bei Berliner Start-up ein

Mit einem Millionenbetrag ist der frühere Bahn-Chef Heinz Dürr beim Berliner Start-up Ubitricity eingestiegen. Es entwickelt Ladekabel für E-Autos, die in Zukunft Zapfsäulen ersetzen könnten.

Foto: Christian Kielmann

Der frühere Bahn-Chef Heinz Dürr ist für einen Millionenbetrag bei dem Berliner Startup-Unternehmen Ubitricity eingestiegen. Das Büro von Dürr bestätigte am Freitag einen Bericht der „Wirtschaftswoche“.

Das Unternehmen entwickelt Ladekabel für Elektroautos, in denen ein Stromzähler schon eingebaut ist, heißt es in dem Bericht. Dadurch ließe sich jede herkömmliche Steckdose kostengünstig umrüsten und als Strom-Zapfsäule nutzen.

„Das Elektroauto hat Zukunft. Was derzeit fehlt, sind intelligente Systeme zum Laden der Batterien“, wurde Dürr von der „Wirtschaftswoche“ zitiert. Der frühere Bahn-Chef sei „mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag“ eingestiegen.

Stromtanken an Straßenlaternen

Das 2008 gegründete Unternehmen ermöglicht den Angaben zufolge etwa Stromtanken an Straßenlaternen durch seine Kabel. „Die Idee hat das Potenzial, das Infrastrukturproblem der Elektroautos zu lösen, vor allem weil das System wesentlich billiger ist als Ladesäulen“, erklärte Dürr weiter.

„Dadurch kann der Strom an jeder umgerüsteten Steckdose getankt werden“, sagte Knut Hechtfischer, einer der beiden Gründer von Ubitricity. Mit der Technik des im Kabel integrierten Stromzählers könne man Kosten sparen. Dürr hatte erst vor kurzem den Posten des Aufsichtsratschef bei dem gleichnamigen Anlagebauer aus Altersgründen niedergelegt.