Die Nationalgalerie, der Hamburger Bahnhof und nun das Bode-Museum: Wenn zum „Art Dinner“ geladen wird, können sich die Gäste eines exklusiven Veranstaltungsortes gewiss sein. Und so hatte die Bürgerstiftung Berlin auch an Mittwochabend wieder einmal den Veranstaltungsort für ihren Charity-Abend bewusst gewählt. „Schon vor langer Zeit haben sich hier an diesem Ort Mäzene getroffen – und so etwas Ähnliches findet hier ja heute auch statt“, sagte Gastgeberin Heike Maria von Joest, die Vorsitzende der Bürgerstiftung, zur Begrüßung. „Wir lassen eine Tradition wieder aufleben.“ Rund 200 Gäste aus der Berliner Kunstszene, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung der Stiftung auf die Museumsinsel gefolgt, um gemeinsam in der Basilika des Gebäudes ein Dinner zu genießen, gute Musik zu hören – und bestenfalls bei der späteren Kunstauktion der Stiftung viel Geld zukommen zu lassen.
Als Schirmherr der Stiftung durfte an diesem Abend der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse nicht fehlen – er folgte der Einladung gemeinsam mit seiner Ehefrau Irmtraud. „Anders als in vielen anderen Städten hat Berlin über die Jahrhunderte hinweg einen Teil seines Bürgertums verloren, und genau dem wirkt die Stiftung entgegen“, sagte Thierse. Berlin braucht Menschen, die Zeit, Geld und Nerven aufwenden, Stifter und Ehrenamtliche, die sich für die Gesellschaft einsetzen.“
Unter den Gästen waren KPM-Chef Jörg Woltmann mit Ehefrau Kerstin, der ehemalige Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), Klaus von der Heyde, sowie der Stiftungsratsvorsitzende Michael W. Stein. Auch Marianne Birthler, die ehemalige Bundesbeauftragte für Stasiunterlagen und Kuratoriumsmitglied der Stiftung, war gekommen, genau wie Berlins ehemaliger Finanzsenator Thilo Sarrazin mit Ehefrau Ursula. So exklusiv wie der Veranstaltungsort war auch das kulturelle Programm. Die amerikanische Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith beeindruckte die Gäste zwischen Vorspeise und Hauptgang am Klavier in der Basilika des Museumsgebäudes, die über eine grandiose Akustik verfügt. Später versteigerte Daniel von Schacky, einer der Geschäftsführer des Auktionshauses „Villa Griesebach“, Kunst zugunsten des Stiftungsprojektes „Spielen Lernen“ – darunter Werke von Chris Newman, Uwe Kowski und Hans Peter Adamski.
Der Erlös des Abends fließt in das Stiftungsprojekt „Spielen Lernen“, das für sozial benachteilige Familien mit kleinen Kindern konzipiert wurde und besonders von alleinerziehenden Müttern in Anspruch genommen wird. „Wir haben dieses Projekt vor vier Jahren in Charlottenburg begonnen und möchten es auch in Berlins Brennpunkte bringen“, sagte Stiftungsvorsitzende Heike Maria von Joest.





