Die Berliner Feuerwehr hat eine ereignisreiche Nacht hinter sich. Denn sie musste gleich zu drei großen Einsätzen in Zehlendorf, Spandau und Rudow ausrücken. Dabei konnte ein Mann nur noch tot geborgen werden, eine Frau schwebt in Lebensgefahr, drei Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden und mehrere Wohnungen sind unbewohnbar.

Aus bisher ungeklärten Gründen stand in der Nacht zu Sonntag gegen 3 Uhr eine Wohnung am Jadeweg in Spandau in Flammen. Ein 23 Jahre alter Bewohner eines Hauses alarmierte Feuerwehr und Polizei, da er Qualm und Brandgeruch bemerkt hatte. Bei den Löscharbeiten fanden Feuerwehrleute eine leblose Person in der betreffenden Wohnung im Erdgeschoss. Bei ihr handelt es sich offenbar um den 74 Jahre alten Wohnungsmieter. Die Brandursache ist bislang unklar und Gegenstand der Ermittlungen, die ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes Berlin übernommen hat.

In Berlin-Zehlendorf war am frühen Morgen gegen 3.30 Uhr ein 500 Quadratmeter großer Dachstuhl in Flammen aufgegangen. Die 33 Bewohner von zwei dreigeschossigen Häusern an der Argentinischen Allee konnten ins Freie flüchten. „Drei von ihnen kamen vorsorglich ins Krankenhaus“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen. Einige Wohnungen seien nun nicht mehr bewohnbar. Als die Löschkräfte eintrafen, stand der Dachstuhl bereits voll in Flammen. Die angrenzenden Gebäude mussten vor einem Übergreifen des Feuers geschützt werden. Die Feuerwehr war mit 60 Mann im Einsatz. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest.

Einsatzkräfte der Feuerwehr haben außerdem den Brand einer Laube am Schneehuhnweg in Rudow gelöscht. Dabei retteten sie eine 40 Jahre alte Frau, die schwere Brandverletzungen erlitten hat. Die Besitzerin des kleinen Häuschens schwebt in Lebensgefahr. Anwohner bemerkten gegen 2.15 Uhr das Feuer. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen „fahrlässiger Brandstiftung“. Es ist nicht auszuschließen, dass ein glimmende Zigarette das Feuer verursacht hat.

sei/mb