Jugendgewalt

12 bis 16 Jahre alte Jungen prügeln Mann krankenhausreif

Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen hat auf dem U-Bahnhof Berlin-Wittenau einen 20-Jährigen verprügelt. Es ist der zweite Übergriff von Minderjährigen innerhalb eines Tages.

Kinder und Jugendliche haben anscheinend aus nichtigem Grund einen 20 Jahre alten Mann in der Nacht zu Sonnabend in Berlin-Wittenau verprügelt und verletzt.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann gegen 1 Uhr den Bahnsteig des U-Bahnhofes Wittenau betreten, als er auf die Gruppe von etwa zehn Kindern und Jugendlichen traf. Wie er der Polizei mitteilte, sei er sofort aus der Gruppe heraus angegriffen worden, weil er sie angeblich falsch angeguckt hätte. Die Kinder und Jugendlichen schlugen mit Fäusten auf ihn ein und als er am Boden lag, wurde er von den unbekannten Tätern auch noch getreten. Als die zwölf bis 16 Jahre alten Jungen von ihrem Opfer abließen, flüchteten sie unerkannt.

Der junge Mann musste von einem Krankenwagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Er erlitt Prellungen am gesamten Körper, insbesondere auch im Gesicht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden die Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras von der BVG angefordert. Sie sollen zeitnah ausgewertet werden.

Erst am Vortag ein schlimmer Fall

Erst am Donnerstagnachmittag hatten zwei zwölf und 15 Jahre alte Mädchen eine 42-jährige Frau auf dem S-Bahnhof Schöneberg krankenhausreif geschlagen. Ein Zeuge griff ein und ermöglichte kurz nach der Tat die Festnahme der beiden Mädchen. Dabei verletzte die Zwölfjährige auch einen Polizisten so stark, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Die 42 Jahre alte Reisende sprach die Mädchen an, da diese in einem S-Bahn-Zug rauchten.

Es kam zum Streit, der auf dem Bahnhof eskalierte. Die 15-jährige Steglitzerin hielt die Frau von hinten fest, während das zwölf Jahre alte Mädchen aus Wilmersdorf dem Opfer zweimal ins Gesicht schlug. Bundespolizisten übergaben das Mädchen ihrem Vater, der Anzeige gegen einen Beamten erstattete. Die Schlägerinnen erstatteten Gegenanzeige gegen ihr Opfer.