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Zeitumstellung 2014 - Uhr auf Sommerzeit einstellen

Wer hat an der Uhr gedreht? Wann beginnt die Sommerzeit 2014? Eine Stunde vor oder eine zurück? Hier finden Sie alle Antworten zur Zeitumstellung in der Nacht zu Sonntag, 30. März.

Foto: Jens Büttner / dpa

Ein Termin, den man nicht verpassen sollte: In wenigen Tagen werden wieder die Uhren umgestellt. Und bei jeder Umstellung rätselt man aufs Neue: Muss man die Uhr eine Stunde zurückstellen oder vor?

Am Sonntag, den 30. März 2014, um 2 Uhr nachts ist es so weit. Und die wichtigste Antwort vorab: Die Uhren werden dann um eine Stunde vorgestellt, so dass die Nacht verkürzt wird und der Wecker viele Menschen eine Stunde früher aus dem wohlverdienten Schlaf reißt. Seit dem 27.10.2013 befinden wir uns in der Winterzeit. Sonntagnacht wird in Deutschland mit der Umstellung wieder die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) gelten.

Funkuhren und automatische Zeitsysteme der meisten Handys, die sich nach den Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig richten, werden automatisch umgestellt. Alle andere Uhren ohne automatische Synchronisierung müssen manuell gestellt werden.

Die Einführung der Sommerzeit in Zeiten der Krise

In manchen europäischen Ländern - wie Italien oder Frankreich - wird die Zeitumstellung schon seit 1966 und 1967 praktiziert. Deutschland war das letzte Land der Europäischen Union, das die Sommerzeit im Jahr 1980 gesetzlich einführte. Der Grund: Nach der europaweiten Energiekrise und dem Ölmangel der 1970er-Jahre wurden kreative Wege gesucht, den Verbrauch und die Kosten zu senken.

Bis 1996 endete die Sommerzeit in Deutschland Ende September. Seitdem dauert sie wie in allen EU-Staaten jeweils vom letzten März-Sonntag bis zum letzten Oktober-Sonntag. Dann werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt.

Die Zeitumstellung reagiert auf den früheren Sonnenaufgang im Sommer. Mit der Zeitumstellung kann die Bevölkerung das Tageslicht besser nutzen, der Energiebedarf sinkt, und im besten Fall steigt sogar die Lebensfreude – so die einfache Rechnung.

Zeitumstellung immer deutlicher in der Kritik

Mit der Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit fehlt dem Körper eine Stunde Schlaf. Kritische Stimmen fordern deswegen immer wieder die Abschaffung der Zeitumstellung und mahnen die häufig langwierigen Anpassungsschwierigkeiten bei Mensch und Tier an.

Denn die Umstellung bringt bei vielen Menschen die innere Uhr komplett aus dem Tritt. Bei jeder Anpassung an die Umstellung klagen unzählige Menschen über gestörten Schlaf, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und weitere Symptome der Zeitverwirrung – besonders Berufstätigen macht die Zeitumstellung im Sommer zu schaffen, bei der eine Stunde Schlaf wegfällt. Sie sind oft gereizt und unkonzentriert. Sogar das Herzinfarktrisiko steht im Verdacht erhöht zu sein.

Forscher empfehlen daher Berufstätigen, Kindern und älteren Menschen eine schrittweise Umstellung: Einige Tage vor dem Termin sollte damit begonnen werden, je 15 Minuten früher ins Bett zu gehen, um eine langsame und schonende Gewöhnung zu erreichen.