Zeitumstellung

Warum die Sommerzeit für mehr Herzinfarkte sorgt

Foto: Jens Büttner / dpa

Am kommenden Sonntag ist Zeitumstellung. Dann werden die Uhren wieder auf die Sommerzeit gestellt. Das Ganze ist laut einer Analyse der DAK-Gesundheit nicht ungefährlich.

In der Nacht zu Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt. Am 30. März rücken die Zeiger um 2 Uhr auf 3 Uhr vor. Das bedeutet: Wir verlieren eine Stunde Schlaf, dafür ist es abends länger hell.

Was früher zur Energieeinsparung diente, steht inzwischen längst in der Kritik. Zum einen ist der wirtschaftliche Nutzen kaum noch messbar, Mediziner warnen zudem vor den Folgen.

So erhöht laut einer Analyse der DAK-Gesundheit die Zeitumstellung im Frühling das Risiko für einen Herzinfarkt. Nach einer Langzeitbeobachtung der Krankenkasse kamen in den ersten drei Tagen nach dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit 25 Prozent mehr Patienten mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus als im Jahresdurchschnitt. Diese Entwicklung sei kontinuierlich seit 2006, teilte die DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg mit.

Auch schwedische Studie kommt zu gleichem Ergebnis

Die DAK beobachtete allein in den vergangenen drei Jahren in den drei Tagen nach der Zeitumstellung bei Versicherten jeweils 40 Einweisungen ins Krankenhaus wegen Herzinfarkt – sonst sind es durchschnittlich 30 pro Tag.

Eine schwedische Studie sei bereits zu der gleichen Beobachtung gekommen, hieß es. DAK-Experte Peter Rowohlt geht davon aus, dass unter anderem Schlafmangel und die Änderungen des Biorhythmus die Ursachen sind. Die fehlende Stunde bringe den Hormonhaushalt durcheinander, erklärte er.

( dpa/alu )