Görlitzer Park

Kokain im Sandkasten - Kreuzberg verstärkt Kampf gegen Drogen

Kokain und Crystal Meth im Sandkasten - so sieht der Alltag im Görlitzer Park in Kreuzberg aus. Der Bezirk will verstärkt gegen die Drogendealer vorgehen. Nun sollen neue Strategien her.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Nachdem im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg kürzlich Kokain in einem Sandkasten sowie das gefährliche Crystal Meth gefunden wurden, will der Bezirk verstärkt gegen den Drogenhandel vorgehen. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) berät an diesem Dienstag mit Vertretern der Polizei und des Quartiermanagements über Lösungen. Das Thema sei Chefsache im Rathaus von Friedrichshain-Kreuzberg, hieß es.

Diskutiert wird über ständige Streifen von Polizisten, Ordnungsamt-Mitarbeitern oder bezahlten Sicherheitsleuten. Experten empfehlen, in solchen Fällen die Kunden zu verunsichern und abzuhalten, so dass auch die Dealer ihr Geschäft verlagern müssen. Allerdings sind viele Anwohner gegen die Präsenz von Polizei in dem Park.

Im Görlitzer Park wird seit Jahren vor allem Marihuana verkauft. Zahlreiche Dealer, die zum Teil zur afrikanischen Flüchtlingsszene gehören, stehen täglich an den Eingängen und im Park. Besonders junge Touristen kaufen hier „Gras“. Häufige Polizeirazzien haben bislang wenig bewirkt, auch weil immer neue Dealer nachrücken.

Anfang März fanden Kinder beim Spielen Kokainkügelchen. Bei der folgenden Suche entdeckte die Polizei nicht nur fast 100 Marihuana-Tütchen, sondern auch Crystal Meth, eine Amphetamin-Droge, die sich immer mehr in Deutschland verbreitet.