Bei einem schweren Schiffsunfall auf der Spree ist die Mühlendammschleuse in Berlin-Mitte stark beschädigt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, fuhr ein 65 Jahre alter Schiffsführer am Sonnabend gegen 7.20 Uhr mit seinem Tankschiff den Fluss entlang. Als er es vor der Schleuse stoppen wollte, habe sich nach Angaben des Schiffsführers ein technischer Defekt ereignet.
So konnte der 65-Jährige das Tankschiff offenbar nicht rechtzeitig anhalten und musste mitansehen, wie die „Nordwind“ langsam in Richtung des geschlossenen Südtors der Schleuse steuerte. Beim Aufprall wurde die Schleusenkammer vollkommen zerstört. Auch das Schiff wurde beschädigt: Den Bugbereich durchzog nach dem Zusammenstoß ein Riss.
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden sehr hoch ein, ein Sprecher wollte am Sonnabend jedoch keine Summe nennen. Verletzt wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand. Auch trat die Tankladung nicht aus, sodass keine Gefahr für die Umwelt bestand.
Mit Großaufgebot zum Unfallort
Die Wasserschutzpolizei rückte am Sonnabendmorgen mit einem Großaufgebot zum Unfallort aus. Für das Tankmotorschiff wurde ein Weiterfahrtverbot ausgesprochen. Eine Überprüfung des Schiffs ergab, dass es zunächst am Unfallort liegen bleiben kann.
Die Hintergründe für die Kollision seien noch nicht abschließend geklärt, hieß es am Nachmittag. In weiteren Ermittlungen soll nun herausgefunden werden, wie genau es zu dem Unfall kam. Außerdem muss überprüft werden, inwieweit der Tanker repariert und wieder im Binnenschiffsverkehr eingesetzt werden kann.
Der Schiffsverkehr auf der Spree wurde infolge der Kollision beeinträchtigt. Zwar besteht die Mühlendammschleuse aus zwei Kammern, sodass trotz des Totalschadens der einen Kammer der Schleusenbetrieb am Sonnabend fortgesetzt werden konnte. Doch verzögerte sich der Betrieb mit nur einer Kammer.
In der Folge stauten sich vor allem die Stadtrundfahrt- und Touristenschiffe, die in diesem Bereich der Spree fahren.
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