Im Jahr 2013 hat das Land Berlin durch stationäre Radarfallen mehr als 3,3 Millionen Euro eingenommen. Das waren rund 200.000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Der Bestand fest installierter Geräte zur Geschwindigkeitsmessung wurde vergangenes Jahr allerdings deutlich ausgebaut. Drei neue stationäre „Blitzer“ gingen 2013 in Betrieb, zwei davon allerdings erst im Dezember. So verfügt die Berliner Polizei inzwischen über zwölf dieser Anlagen im Stadtgebiet. Das geht aus der Antwort von Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp hervor.

Demzufolge fuhren vergangenes Jahr genau 209.585 Auto- oder Lkw-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in die stationären Radarfallen hinein. Mit Abstand am häufigsten wurde an der A100 im Britzer Tunnel geblitzt: fast 98.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden dort registriert. Auch 2012 wurden dort bereits die meisten Temposünder erwischt. 2010 wurde in Berlins längstem Autobahntunnel die Anlage mit unsichtbaren „schwarzen“ Blitzen eingebaut, danach rasten zunächst sogar rund 150.000 Verkehrsteilnehmer im Jahr in die Falle. Allein im Jahr 2011 wurden daher mit insgesamt weniger stationären Radarfallen als heute rund 4,3 Millionen Euro Bußgeld eingenommen.

Weil viele der Berliner Anlagen aber alt und nicht mehr zuverlässig sind, rüstet die Polizei nach und nach um. Die neue digitale Technik kostet pro Radarfalle rund 115.000 Euro. Zusätzlich musste die Polizei im Jahr 2013 laut Krömer etwa 111.000 Euro für Strom, Wartung und Reparaturen aller fest installierten Messgeräte aufwenden.

Doch nicht nur mit stationären Blitzern erwischt die Berliner Polizei Raser. Laut aktueller Verkehrsbilanz sind auch rund 80 mobile Messgeräte im Einsatz. 12,4 Millionen Geschwindigkeitsübertretungen wurden insgesamt 2013 gemessen. Laut Polizei überschreitet jeder 18. Fahrer das vorgeschriebene Tempo.

cbr