Nach einem erfolgreichen Einsatz 2013 soll es dem Eichenprozessionsspinner auch in diesem Jahr vorsorglich an den Kragen gehen. In Berlin sollen etwa 9000 Bäume mit einem Biozid behandelt werden. Mit etwa 300.000 Euro lägen die Kosten dafür etwa auf dem Vorjahresniveau, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit.
Der Beginn der Behandlung hänge vom Entwicklungsstand der Larven ab. Der wiederum sei vom Wetter im Frühjahr abhängig. Im vergangenen Jahr waren rund 8800 Bäume erstmals vorsorglich behandelt worden. Nach Angaben der Verwaltung war der Einsatz erfolgreich.
Weniger als drei Prozent nach Behandlung betroffen
Acht betroffene Bezirke und die Berliner Forsten hatten sich 2013 erstmals an der Aktion beteiligt. Dabei kam ein Biozid – der aus dem Samen des Neem-Baumes gewonnene Margosa-Extrakt – zum Einsatz. Anders als in Brandenburg wurde die Substanz nicht aus der Luft verteilt, sondern von unten in die befallenen Eichen gespritzt. Behandelt wurden vor allem Bäume an stark frequentierten Orten wie Schulen, Kindergärten und an Straßen. Weniger als drei Prozent der behandelten Eichen waren erneut von dem Schädling befallen worden.
Eichenprozessionsspinner-Raupen bilden kleinste, mit einem Gift versehene Nesselhärchen aus. Landen sie auf der Haut, können sie Juckreiz und Entzündungen auslösen, aber auch Augenreizungen, Atembeschwerden, Schwindel und Fieber. Der Befall mit der Schmetterlingsraupe hatte in den vergangenen Jahren in Berlin stark zugenommen.
dpa/ap





