Sie sorgen dafür, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf am Schulalltag teilnehmen können. Sie kümmern sich um die Pflege dieser Kinder, begleiten sie auf die Toilette und bei Schulfahrten, helfen ihnen aber auch beim Lernen. 600 Schulhelfer sind in Berlin gegenwärtig im Einsatz.

Sie arbeiten an etwa 350 Schulen. Meist aber in prekären Beschäftigungsverhältnissen, zwischen 10 und 15 Stunden pro Woche. Viele von ihnen sind auf Zweit- oder sogar Drittjobs angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert deshalb jetzt eine bessere Bezahlung der Schulhelfer. Harald Berner, er ist Betriebsratsvorsitzender des Freien Trägers Tandem Schulhilfe e.V. sagt, dass die wichtige Arbeit der Schulhelfer mehr Wertschätzung brauche. „Ohne Schulhelfer wären viele behinderte Kinder nicht in der Lage, zur Schule zu gehen.“

Aufstockung der Stundenzahl pro Helfer gefordert

Berner ist Sozialpädagoge und selbst als Schulhelfer tätig. „Es muss möglich sein, die Stundenzahl pro Schulhelfer aufzustocken“, sagt er. Seine Kollegin Sigrid Sürmeli unterstützt diese Forderung. Sie ist wöchentlich 20 Stunden als Schulhelferin tätig und arbeitet damit deutlich mehr als die meisten ihrer Kollegen. „Ich verdiene trotzdem kaum mehr als 1200 Euro netto.“

Der Bedarf an Schulhelfern ist groß. Laut Sürmeli werden in vielen Fällen weniger Schulhelferstunden bewilligt, als beantragt worden sind. „Etliche Kinder bekommen gar keine Unterstützung“, sagt sie. Gebe es eine bedarfsgerechte Bewilligungspraxis, könnten die Stunden für die meisten Schulhelfer aufgestockt werden. Allerdings sind Teilzeitstellen mit geringen Stundenzahlen Realität für die 600 Betroffenen. Der Senat hat zwar für dieses Jahr etwa 9,5 Millionen Euro für die Schulhelfer bereitgestellt. Doch dieses Geld reicht nicht für eine angemessene Bezahlung.