Landesparteitag

Christopher Lauer will Berliner Piraten anführen

Foto: dpa

Es könnte sein Comeback werden: Der Berliner Abgeordnete Christopher Lauer will die Führung des Berliner Landesverbands der Piraten übernehmen. Er nennt die Situation im Verband „dramatisch“.

Die Berliner Piratenpartei wählt an diesem Sonnabend ihren Vorstand neu. Auf dem Parteitag kandidieren der Abgeordnete Christopher Lauer und der Student Thomas Wied für den Posten. Beide wollen die Partei auf die Abgeordnetenhauswahl 2016 vorbereiten.

Die Lage im Landesverband sei dramatisch, es gebe kaum noch aktive Arbeitsgruppen, hatte Lauer im Vorfeld gesagt. Er bemängelte vor allem die Organisation der Partei. Im RBB-Inforadio sagte Lauer, er wolle „Strukturen schaffen“ und die Partei als Landesvorsitzender in die nächste Berliner Abgeordnetenhauswahl führen. Für Lauer wird es ein anstrengender Sonnabend. Bei Twitter schrieb er: „Heute Nacht nicht geschlafen. Das wird eine lustige #lmvb141“.

Wied erklärte auf seiner Kandidatenseite im Internet, die Partei müsse die Zusammenarbeit mit der Fraktion stärken, aber auch die Rolle eines kritischen Gegengewichts einnehmen. Vom bisherigen Vorstand um Parteichef Gerhard Anger tritt niemand wieder an.

Die Berliner Piraten haben diesen bei dem Parteitag verabschiedet. Es sei mit etwa eineinhalb Jahren der am längsten amtierende Vorstand insgesamt gewesen, hieß es am Sonnabend. Finanziell entlastet ist der Vorstand jedoch noch nicht – dazu lagen den Piraten am ersten Tag ihres zweitägigen Parteitags noch nicht die nötigen Unterlagen vor. Am Nachmittag sollte dann ein neuer Vorstand gewählt werden.

( dpa/seg )