Zum ersten Mal seit der Teilung Berlins wollen Ost- und West-Berliner Künstler zusammen eigene Werke ausstellen. Für Mitte November 1989 planen die Ost-Berliner Kunsthochschule und die West-Berliner Hochschule der Künste (HdK) ein gemeinsames Projekt, wurde am 17. Februar 1989 bekannt. In der Künstlerwerkstatt Bahnhof Westend soll Kunst ausgestellt und miteinander kreativ gearbeitet werden.

Dabei sein sollen auch Künstler aus Amsterdam und Madrid. In beiden Städten soll die Ausstellung anschließend gezeigt werden. Bildende Künste waren in der DDR der Politik und dem Willen des Staates untergeordnet und wurden für den Sozialismus instrumentalisiert. Äußerten sich Künstler kritisch zur DDR, wurde die Verbreitung ihrer Werke nicht selten verboten und sie selbst Repressionen ausgesetzt. Viele verließen das Land aus diesem Grund.