Notarzt und Pflegepersonal der Rettungsstelle des Unfallkrankenhauses Berlin in Marzahn staunten nicht schlecht, als sie es am Donnerstag plötzlich mit einer Geburt zu tun hatten.

Eine 22 Jahre alte Frau hatte sich am Nachmittag in der Rettungsstelle gemeldet. Sie klagte über starke Schmerzen im Unterleib und wurde vom alarmierten Notarzt sofort betreut. Erst zögernd rückte die junge Frau mit ihrer Version heraus – sie sei im vierten Monat schwanger.

Doch noch während die Ärzte die junge Frau untersuchten, begann der Geburtsvorgang und war auch nicht mehr aufzuhalten.

Die Mutter hatte sich offenkundig geirrt

Die Sprecherin des Unfallkrankenhauses, Angela Kijewski, sagte am Freitag, dass man zwar keine Geburts- oder gynäkologische Abteilung im Hause habe, aber natürlich auch auf solche Fälle vorbereitet sei und über eine spezielle neonatologische Ausrüstung verfüge. „Außerdem hatte zum Glück ein Anästhesist Dienst, der eine geburtsmedizinische Ausbildung hat.“

Die Frau brachte einen Jungen zur Welt, der augenscheinlich voll ausgebildet und lebensfähig geboren wurde. Seine Werte beim sogenannten Apgar-Test, mit dem der klinische Zustand von Neugeborenen beurteilt wird, waren sehr gut.

Die Mutter hatte sich offenkundig geirrt: Dass ihre Schwangerschaft so weit fortgeschritten war, wusste die Frau laut eigener Aussage nicht. Zur Weiterversorgung wurden Mutter und Kind kurz darauf unter Begleitung eines Arztes in ein nahe gelegenes Krankenhaus verlegt, das über eine Geburtsabteilung verfügt.

BM